Wer es noch nicht bemerkt haben sollte: es ist Sommer. Für viele mag es bei dieser nüchternen Feststellung bleiben, einige schleppen sich aus genau diesem Grund an einen überfüllten Strand und wieder andere besteigen ein Boot und schippern damit über einen unserer vielen Seen. Genau das habe ich am Wochenende auch getan. Mit dem Paddelboot meiner Mutter. Jeder Soziologe und Psychologe hätte dabei seine wahre Freude.
Da kommen die Mikes mit intelligenzvernichtendem Lärm auf ihren Affenfelsen vorbeigebrettert – auf dem Sonnendeck braten die Shirleys vor sich hin. Natürlich alle mit nem modischen Sonnenvisier um das gestylte Vakuum. In diesem Zusammenhang muss ich immer an die EPROMs denken. Für alle elektrotechnisch wenig gebildeten: dabei handelt es sich um Speicherchips, dessen Inhalte sich durch intensive UV-Bestrahlung wieder löschen… Ich bin mir sicher, hier besteht ein Zusammenhang…
Schön sind auch die fröhlichen Bootsausleiher-Familien, meist Berliner, die offenbar den unaufhaltsamen Drang haben, verzückt allen vermeintlich Eingeborenen zu winken. Ich freu mich ja über nette Menschen, aber als ich dann mal einfach nur ne Pause am Ufer machen wollte und schon einen lahmen Arm vom Zurückwinken hatte, vespürte ich plötzlich ein bisschen Sehnsucht nach meinen Waldorfs und Stadlers… Fast wäre ich verhungert, weil ich vor lauter Winken meinen Proviant nicht verspeisen konnte.
Am sympathischsten sind mir da doch die Segler und andere nichtmotorisierte Wassersportler. Die sind auch ganz nett zu einander und grüßen sich alle. Vor zwei Stunden stand man sich noch feindlich an der Supermarktkasse gegenüber, rollte die Augen, weil der andere nicht schnell genug das passende Kleingeld finden konnte, rammte sich mit dem Einkaufswagen um noch das tolle Lidl-Sonderangebot zu erstehen oder kämpfte eine erbitterte Schlacht im Straßenverkehr. All das ist vergessen, jetzt wird sich artig gegrüßt!
Archiv für den Tag: 25.07.2006
Diskogänger zusammengeschlagen und getreten
Als ein 23-jähriger am frühen Sonntagmorgen mit zwei Bekannten aus der Diskothek Manhattan kam, wurden sie aus einer Gruppe von ca. 10-12 anderen Personen beschimpft und beleidigt. Nachdem die Drei weiter gegangen waren, lösten sich aus der Gruppe drei Männer und griffen den 23-Jährigen Brandenburger an und schlugen und traten auf ihn ein. Dieser wurde verletzt und musste im Klinikum behandelt werden. Die drei Angreifer flüchteten nach der Tat in Richtung Große Gartenstraße. Hier trafen sie auf eine weitere Gruppe. Unter den Jugendlichen war ein junger Mann mit einem Fahrrad, welches ihm von einem der Täter entrissen und gestohlen wurde. Die anderen beiden Täter gingen zu Fuß weiter.
Die Männer wurden wie folgt beschrieben:
1. Person: ca. 1,90 m groß; ca. 23-24 Jahre alt; sportliche, schlanke Figur, dunkelblondes, leicht gewelltes Haar bis zu den Ohren; hatte ein quer gestreiftes T-Shirt an, welches bei der Prügelei zerrissen ist
2. Person: ca. 1,77 -1,85 m groß; ca. 24 Jahre alt; schlanke Gestalt; kurze, schwarze Haare; leichte Segelohren, dunkler Typ
3. Person: ca. 1,80- 1,85 m, groß; blonde, kurze, hochgestylte Haare (3-4 cm lang); schlanke Gestalt; hellerer Typ; hatte auf der Innenseite des linken Unterarms dunkle, chinesische Schriftzeichen
Hinweise auf die Täter bzw. Zeugen des Sachverhaltes und der junge Mann, dem dass Fahrrad von einem der Täter gestohlen wurde, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. 03381-560-0.
Frau wirft mit Küchenmesser nach Lebensgefährten
Zwei mal wurde die Polizei am frühen Sonntagmorgen in eine Wohnung im Stadtteil Nord gerufen. Als sie im 3.30 Uhr zum ersten Mal dort waren schlichteten die Beamten einen handfesten Streit zwischen einer betrunkenen 35-Jährigen und ihrem nüchternen 43-jährigen Lebensgefährten. Beide trugen dabei Kratz- und Schürfwunden davon. Eine Anzeige wollte allerdings keine der beiden Personen stellen. Nachdem sich der Mann dazu bereit erklärte, bei den nun weinenden Kindern im Kinderzimmer zu schlafen, verließ die Polizei die Wohnung, um kurze Zeit später erneut zum Ort des Geschehens gerufen zu werden.
Diesmal wurde sie alarmiert, weil die Frau mit einem Küchenmesser nach ihrem Lebensgefährten geworfen hatte. Dieser konnte nur knapp ausweichen. Zu betrunken um einen Atemalkoholtest durchzuführen, wurde die 35-Jährige in Polizeigewahrsam genommen.
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