Brandenburg-Blog: Das Weblog von Brandenburgern für Brandenburger

Themen anzeigen:

August 2006
M D M D F S S
« Jul   Sep »
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  

Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!

Mo
7
Aug '06

Adieu Haus der Offiziere

Am Samstag habe ich nach langem Hadern doch noch den Weg ins, an diesem Abend feierlichst wiedereröffnete Haus der Offiziere gefunden. Noch viel schneller habe ich allerdings auch wieder den Weg nach draußen gefunden. Das konnte sich der liebe Dean Moriarty dann leider doch nicht antun. Der Hauch von Subkultur, der vor dem Umbau, wenn auch nur rudimentär, zu verspüren war, wurde komplett wegsterilisiert. Was wurde eigentlich umgebaut? Keine Ahnung. Besoffen wie ich war, konnte ich nur noch mein eigenes Entsetzen wahrnehmen, dass ich verspürte, als ich in die Runde schaute. Spaß lag da kaum in der Luft. Das konnte ich am ehesten an einem fetten Brillenträger ausmachen der sich, als wenn dazu gezwungen, wie ein Tanzbär der am Nasenring gezogen wird, zu einer Neo-Rock-Scheiße a la Franz Ferdinand bewegte. Da der Begriff Tanzen, für mich irgendwie Gefühle wie Freude und Euphorie impliziert, möchte ich ihn allerdings auf dieses lustlose Gewackel nicht anwenden.
Schiebt es auf meine Soziopathie, aber ich hab mich unter den pinkbehemdeten, blankpolierten Steroid-Junkies und den dazugehörenden Schickimicki-Muschis so was von daneben gefühlt, dass ich in Rekordzeit drei weitere Bier in mich reinpresste, und dann den Heimweg antrat.
Was soll das? Das was oft als alternativ angepriesen wird, ist in Wirklichkeit doch nur Mainstream in Disguise. Adieu HdO.

Brav gezahlt, Herr Moriarty

„Sie können Ihrer Inkasso-Drohne sagen, er soll seine fetten Finger von meiner Hauptsicherung lassen, Ihr Verweis auf das Recht mir die Stromversorgung einstellen zu dürfen, hat mich überzeugt. Ich habe also sofort gezahlt, ihr widerlichen Vampire!“ – „Wer zum Teufel sind Sie eigentlich?“ fragte mich die Stimme am anderen Ende der Leitung.
Damit hatte die Handlangerin der Brandenburger Stadtwerke mir sofort den Wind aus den Segeln genommen. Nachdem ich ihr meinen Namen sagte, und sie mir dann eröffnete, dass sie die Kundennummer auch noch wissen müsste, hielt meine Zorn-Galeone völlig an. Nachdem ich die scheiß Nummer endlich dank meiner eigenwilligen Ordnung gefunden hatte, musste ich ihr mein gesamtes Anliegen noch einmal vortragen, nur um sie in einem Tonfall, in dem man nur mit Schwachsinnigen redet sagen zu hören: „Sehen Sie Herr Moriarty, es geht doch, das nächste mal zahlen sie gleich, das erspart Ihnen eine Menge Ärger.
Niemals, Typen wie ich brauchen den Ärger. Das hier hat nichts mit fehlender Zahlungsmoral zu tun. Das ist Wiederaneignung! Einen warmen Arsch zu haben, sollte ein Grundrecht sein, für das niemand zahlen muss. Darüber denken Energielieferanten und ihre Kumpels in den enstprechende Positionen innerhalb der Legislative natürlich anders.