Archiv für den Autor: Dean Moriarty

Todesfalle Liegerad Vol 2

Natürlich sind die Autofahrer schuld, denn sie allein sind rücksichtslos und doof. Dennoch fühle ich mich durch gestriges Erlebnis in meinen Bedenken über die Verkehrstauglichkeit von Liegerädern bestätigt. Als ich also gegen Mittag, zu Fuß wohl gemerkt, am Altsstädtischen Markt unterwegs war, sah ich doch wie ein in der Blüte seines Lebens stehender Mann aus dem Liegeradshop kam. Was mich an dem Burschen so faszinierte war nicht etwa sein frischer Teint, oder sein sportliches Auftreten, nein es war die Metallkonstruktion, die verhinderte, dass ihm sein Kopf abfiel. Ob diese sagen wir mal Halswirbelverletzung wohl von einem Unfall mit einem dieser Todesfallen, die immer noch skrupelloser Weise überall feilgeboten werden, herrührt?
Mit Sicherheit!

Muttizettel

Der adoleszente Partylöwe von heute scheißt auf seinen, für die Entwicklung doch sehr förderlichen Nachtschlaf, und unsere Lieblingslocation das Haus der Offiziere hilft ihm dabei. Mit dem formidablen Muttizettel, dessen Vordruck hier (http://www.jukufa.de/muttizettel.jpg) zum Download bereit steht, kann er sich von seinen Eltern eine Vollmacht ausstellen lassen, um sich gemeinsam mit den Großen die Nacht um die Ohren schlagen zu dürfen.
Tolle Sache, eine Unterschrift des Erziehungsberechtigten genügt und schon fliegt die Kuh.
Vor der kühnen Idee, Muttis Signatur einfach zu fälschen wird übrigens unten rechts in dicken Lettern gewarnt: Mit sechs Jahren Haft hat ein Unterschriftenfälscher laut §267 StGB nämlich zu rechnen. Huuuu, hands off!

Neues Fahrrad

So mal kurz auf die Kacke gehauen. Der Moriarty, der coole Typ der hier ab und zu mal den nötigen Senf da lässt, der hat sich ein neues Fahrrad gekauft. Also liebe Mütter haltet eure Kinderwagen fest, Rentner schnallt euch an eure Gehhilfen, denn der Feuerball der durch Brandenburg schießt, das bin ich. Das Rad hab ich übrigens bei Filipski gekauft, denn vom neuen Ritter´s Rad-Laden wurde mir durch eine Freundin, die dem Besitzer wohl schon mal mehrere Hunder Euro in den geldgierigen Rachen geworfen hatte, abgeraten. Aber das nur so am Rande.
Wenn mir jemand sagen kann, wo ich die günstigsten Imbussschlüssel auftreiben kann, dann könnte ich meinem fortschreitenden Haltungsschaden einen Sattel in, für meine Verhältnisse, Idealhöhe entgegensetzen. Bis dato müsst ihr nur nach einem Bären auf einem Kinderfahrrad Ausschau halten und ihr habt mich erkannt.

Wust sucht seinen Superstar.

Dass dieses Format sogar noch an Niveau verlieren könnte, hat mich überrascht. Doch wie ich gerade in Ecki´s Lokal Klatsch lesen konnte, hat das Einkaufszentrum Wust seinen Superstar gesucht und doch tatsächlich gefunden.
Offenbar gibt es in Brandenburg jede Menge kleiner Talente, deren Eltern es ihnen nicht verboten haben sich zum Horst zu machen.
Anyway! Zur Gewinnerin wurde Cindy Bertz gekürt. Und was blüht dem EKZ Wust-Superstar nun?
Professioneller Gesangsunterricht, oder ein Jazzdance-Workshop mit Detlef „Dee“ Soost?
Vorerst wohl nicht. Einstweilen muss sie sich mit einem Auftritt auf dem Herbstfest des Autohauses Fohlmeister begnügen.
Und was kommt danach? Gigs in Gittis Imbiss, Auftritte auf Anglertreffen, Engagements in Altenheimen und auf Silberhochzeiten?
Aus dem lieben Schulmädchen, das mal Tierärztin oder Anthropologin werden wollte ist Tingeltangel-Cindy geworden, die in schummrigen Spelunken vor betrunkenen Fernfahrern singt und noch immer auf ihre Privilegien als Superstar wartet.
Und irgendwann ist der kleine Superstar ausgebrannt. Psychisch am Ende, Borderline!
Der Suff und die Drogen haben ihr übriges getan.
Und wie damals bei Roy Black fragen sich dann alle, wie das nur passieren konnte.
Aber so ist es nun mal. Das ist Rock`n`Roll.

Moriartys Webtipp

Banksy

Sehr anschauenswert ist die Internetseite des Straßenkünstlers Banksy. Laut einem entsprechender Artikel der Online-Enzyklopädie Wikipedia bedient sich Banksy Taktiken der Kommunikationsguerilla und der Adbusters. Grandios, hab ich dann aber doch erstmal nachschlagen müssen. Solltet Ihr auch, denn um euch eine kurz Definition aus den beiden doch sehr umfangreichen Artikeln(naja gut, der eine ist ziemlich lang) zu exerpieren, bin ich im Moment zu faul. Und wenn ihr selbst nicht nachschlagen wollt, dann schaut Euch wenigstens die Seite an, die ist in der Tat sehr gelungen:

http://www.banksy.co.uk/menu.html

Mit den Augen des Meetingpoint Brandenburg betrachtet

Als echter Brandenburger sollte man hin und wieder die Seiten von Christian Griebe(l)´s Meetingpoint Brandenburg besuchen. Zwar darf man dort nicht unbedingt schöngeistiges Schreibwerk, ja nicht einmal investigativen Journalismus erwarten, aber Spaß macht es dennoch. Habe ich noch vor kurzem das Car-Hifi-Treffen als Refugium hirnloser Halbaffen bezeichnet, konnte ich mich auf oben genanntem Portal eines besseren belehren lassen. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube den euphemistischen Tenor der dort veröffentlichten Texte, als positivistisch deuten zu können.
Laut dem wunderbaren Artikel „Bass, Beats & Melody“, aus der Feder von Nadine Wegerer war auf dem von mir absichtlich verunglimpften Treffen, angeblich der „Kreativität kein Ende gesetzt.“ Ja was denn für eine Kreativität bitteschön? Bezeichnet denn jener Begriff nicht die Fähigkeit schöpferischen Denkens und Handelns. Danach muss man aber eine Weile Suchen, betrachtet man die Spinner, die sich in ihre Autos solche Höllenlärm verbreitenden Anlagen einbauen lassen. Weder schöpferischen Denkens noch Handelns bedarf es doch lediglich der Fähigkeit diese Anlagen zu bedienen, was man binnen Minuten jedem Orang-Utan beibringen könnte.
Und nun zu Dir, liebe Nadine Wegerer: Ich begrüße Deine Schreibübungen, jedoch solltest Du irgendwann mal anfangen alles ein wenig kritischer zu betrachten und nicht jede Suppe auslöffeln die man Dir vorsetzt.

„Just like Cash“,

jedoch bei genauerem Hinhören wohl eher „kind of Gunter Gabriel“, kommt Heinrich Doc Wolf am 9. September um 22:00Uhr im Baikonur-Saal des HdOs daher. Sein Repertoire ist in der Tat äußerst vielseitig, entschuldigt jedoch nur mäßig den Frevel sich mit dem Man in Black zu vergleichen. „Solitary Man“ eines meiner Lieblingsstücke von Johnny Cash hat er auch mit im Programm, jedoch ist dem guten Doc Wolf bei seiner Interpretation sein scheinbar unnatürlicher Speichelfluss im Weg. Ich kann mir nicht helfen, aber ich versteh wenn er es singt immer „Shirley Temple Man“.
Egal, für eine bierselige Pub-Atmosphäre wird’s wohl genügen. Immerhin bedient sich der Heinrich ja auch noch aus den Liederkisten anderer Künstler und gibt auch noch eigene Sachen zum Besten. Auf letztere kann man übrigens gespannt sein. Als ich mir „Cash Cadi“ und „Das Handy“, beides Juwelen aus Heinrich Doc Wolfs eigener Diskografie anhörte, lief es mir dann schon einigermaßen kalt den Rücken lang runter. Aber bildet Euch selbst ein Urteil: Auf http://www.justlikecash.de/ kann man sich den Knaben mal anschauen und in diverse Hörproben reinhören.

Tschuldigung!

Als mir die Fußgängerampel am Park nahe der Walter-Rathenau-Straße auch nach mehrmaligem Drücken, des gelben Schalters partout kein günes Licht geben wollte, bin ich einfach bei Rot gegangen. Auf der anderen Straßenseite angelangt, hab ich dann nochmal gedrückt, und siehe da, scheint wohl nur der eine Schalter defekt gewesen zu sein. Jenem Opelfahrer, dem ich eine unnötige Rotphase beschert habe, und der mir mittels Hupen signalisiert hat, was ich für ein dämliches Arschloch sei, möchte ich hiermit meine Entschuldigung aussprechen.

Lecker Törtchen

Ausgesprochen lecker, und ihren Produktpaletten-Nachbarn, den klodeckelgroßen Keksen in nichts nachstehend sind, wie ich finde, die Blätterteig-Pudding-Törtchen der CaféBar. Supersache! Für 1,20 € das Stück zwar verhältnismäßig teuer, sollte man sich aber trotzdem mindestens ein Mal im Monat so eine Gaumenfreude spendieren. Übrigens sind die Törtchen mit so einem eigenartigen französischen Namen ausgeschrieben, den ich mir trotz größter Anstrengung einfach nicht merken kann. Wenn jemand da draußen im Französischunterricht aufgepasst hat, und sich sowas merken kann, der schreibe doch mal bitte wie die leckere Gebäck heißt.

Car Hifi Treffen

Nachdem meine Brandenburg-Blog-Partnerin Fritzi Bolline wenig überrascht feststellen musste, dass sich während ihrer Abwesenheit nichts Signifikantes in der Havel-Stadt verändert hat, und der Homo Brandenburgensis nach wie vor gerne feiert und sich zu jedem noch so geringen Anlass Kante plus Feuerwerk gibt, möchte ich ihr an dieser Stelle versichern, dass das auch so bleibt respektive schlimmer wird.
Ausmachen konnte ich das ganz leicht an einem Plakat, welches ich erst kürzlich gesehen habe. Warb dieses doch für das 3. Car-Hifi-Treffen. Schöpfer dieses Refugiums hirnloser Halbaffen und jenen die es werden wollen, sind, wie konnte es anders sein, Autoradio-Fachhändler Lindau und das Autohaus Mothor. Auf dem Autohausgelände in der Carl-Reichstein-Straße 25 wird besagtes Treffen am 26. August stattfinden.
Um nicht gleich wieder in Freudentränen über die unmittelbar bevorstehende Hochblüte der Menschheit auszubrechen, werde ich nur ganz kurz die Eckdaten des Treffens nennen.

Beginnen wird die Sause um 12:00 Uhr. Bis um 20:00 Uhr darf der geneigte Gast dann Highlights wie dem Autoradioweitwurf aber auch dem so genannten Db-Race beiwohnen oder sogar selbst mitmachen. Bei letzterem bekommt derjenige einen Pokal, der sein Auto mit der lautesten Musikanlage ausgestattet hat. Genial oder?
Diesjährig zum ersten Mal im Programm ist das Subwoofer-Stemmen, bei dem der stärkste Teilnehmer, sofern er nicht von genanntem Lautsprecher erschlagen wird, selbigen mit nachhause nehmen kann.

Durch Abwesenheit glänzen wird wie immer,
Euer Dean Moriarty.

Diesmal wars ein Hafenfest

Hat einer von Euch die Luftschlacht, die nach dem Hafennuttenfest über der Altstadt tobte mitbekommen? Nein? Na gut in geistiger Umnachtung, hervorgerufen durch Suff, Spiele und gute Laune auf besagtem Feste, konnte man die auch gut und gerne mit einem Feuerwerk verwechseln.
Meine Freundin, mein Kind und ich wurden jedenfalls gehörig aus dem Schlaf gerissen und in der Entscheidung bestätigt, innerhalb der nächsten zwei Jahre aus Brandenburg wegzuziehen.
Kann sich ja keiner, der halbwegs klar denken kann, antun. Alle zwei Wochen so ein Volksfest. Schon in meinem Artikel zum Havelfest, habe ich auf den Zusammenhang zwischen der Situation der Bürger und der Frequenz der Feste aufmerksam gemacht. Mir deucht als nehme der Abstand zwischen den Gelagen ab. Ist das jetzt ein gutes Zeichen? Ahnt der Staat irgendetwas? Wir der Mob bald aufbegehren?
Ich denke nicht, nicht in Brandenburg. Hier werden noch Brillenträger als Streber verkloppt. Selbst in den Abiturstufen wird in Fächern wie Arbeitslehre/Technik und Physik heimlich Autotuning unterrichtet. Geographie lehrt den Weg in die nächste Großraumdisko. In Politik wir aus dem Focus vorgelesen. Also keine Sorge Großkapitalisten, der Brandenburger, auch als Angehöriger der so genannten Bildungselite ist sich seiner Situation nur so weit bewusst, wie er weiß wo er sein Koks herbekommt.

Mondscheinshopping

„Am 19. August können Sie wieder bummeln bis der Mond untergeht!“ wirbt die Stadt Brandenburg für ihr wunderbares Mondscheinshopping. Super, wohl eher Bummeln bis das Abendland untergeht. In Brandenburg wundert mich eigentlich gar nichts mehr. Aber eine klitzekleine Frage stellt sich mir im Hinblick auf die 20,5% Arbeitslosen dann doch. Wo soll der Durchschnitts-Brandenburger denn die zusätzliche Kaufkraft auftreiben, wenn er sein Auskommen sonst auch nur mühsam gestalten kann. Wozu das ganze, was erhoffen sich die teilnehmenden Geschäfte?

100 Ritter

So nennt sich die Gruppe Archäologiestudenten der Humboldt-Universität zu Berlin, die gerade das Grundstück in der Ritterstraße 100, rechts neben dem Altstadt-Pub, durchwühlt. Dabei sollen Strukturen aus dem 13. Jahrhundert frei gelegt werden, um Aufschluss über das Leben in der Altstadt Brandenburgs zu erhalten. So könnte man das wohl formulieren, wenn man den Anschlag, wie ich, nur schlampig überflogen hat.
Ob und was die jungen Forscher bis jetzt gefunden haben, weiß ich leider auch nicht, denn als ich anhub eine Studentin nach dem Stand der Dinge zu fragen, sprang sie schnell wieder ins Loch und tat so als hätte Sie was interessantes entdeckt. Danach sah ich Rauchwolken aufsteigen.
Ich hätte dem Treiben gern noch länger zugeschaut, aber zum einen stank es hinter dem Bauzaun gewaltig nach Urin und zum anderen näherte sich meine Straßenbahn.
So bald ich wieder in der Nähe bin werde ich mal so was von investigativ recherchieren, was die da machen und wie die Ergebnisse ausschauen, dass kein Auge trocken, aber zumindest keine Frage offen bleibt. Versprochen.

Dean Moriarty dem Alkohol verfallen

So Freunde, wenn ihr in nächster Zeit nichts von mir hört, dann liegt daran, dass ich mich mit Pete Doherty in eine Entzugsklinik begeben habe.
Nachdem ich auf Wikipedia etwas rumgeklickt habe, kam ich wie von Zauberhand auf den Artikel über Alkoholismus. Scheiße! Wenn man dem Psychologen Elvin Morton Jellinek und seinem Schema über die Ausprägung der Alkoholsucht Glauben schenkt, dann bin ich ein Delta-Typ ein so genannter Spiegeltrinker. In der Erklärung heißt es: Der Spiegeltrinker „bleibt lange Zeit sozial unauffällig („funktionierender Alkoholiker“), weil er selten erkennbar betrunken ist. Dennoch besteht eine starke körperliche Abhängigkeit, so dass er ständig Alkohol trinken muss, um Entzugssymptome zu vermeiden.[…] Deltatrinker sind nicht abstinenzfähig und alkoholkrank.“ Oh Mann ich bin ein funktionierender Alkoholiker. Ich dachte erst es ist mein Sinn für Gemütlichkeit, und nichts Ernstes, wenn ich abends nach harter Arbeit ein kleines, oder auch zwei kleine Bierchen zische. Aber laut Jellinek bin ich nicht abstinenzfähig. Aber Moment mal, woher will der denn das wissen? Vielleicht kam ich einfach noch nie in die Gelegenheit mal kein Bier trinken zu können.
Da ist mein Freund Doherty schon anders drauf. Der säuft ja jeden Tag wie ein Matrose. Und funktionieren tut der auch nicht, jedenfalls nicht in punkto Zuverlässigkeit. Oder habt ihr schon mal ein Konzert seiner Band Babyshambles gesehen, ohne 18 Stunden auf ihren eigentlichen Auftritt zu warten?

Todesfalle Liegerad

Gegen Liegeräder habe ich eigentlich nichts. Jedoch nachdem ich schon dreimal einen Menschen der auf solch einem hippen Gefährt unterwegs war, fast totgefahren hätte, habe ich zumindest Respekt. Nicht etwa vor dem Mut der Fahrer, wohl eher vor so viel tollkühner Doofheit.
Als halbwegs evolutionstauglicher Mensch, würde ich doch wenn ich mich schon ungepanzert in die Nähe fahrender Autos begeben müsste, zumindest dafür sorgen, dass deren Fahrer mich sehen. Jetzt mal ehrlich auf den einzigen Vorteil, im Liegen Strampeln zu können, verzichte ich doch gerne, wenn ich dafür nicht die ständige Angst im Nacken hätte, in der nächsten Sekunde von einem Lkw zermalmt zu werden.
Ich will dem lieben Menschen der am Altsstadtmarkt einen Laden für solche Todesfallen aufgemacht hat ja nicht die Tour vermasseln, aber bitte liebe Leute, fahrt mit dem Bus oder der Bahn, aber niemals mit diesen Höllenrädern! So und jetzt noch Werbung für den Ladenbesitzer: Liegeräder eignen sich ideal als Getränkekistenhalter oder Blumenbänke. Aber niemals um im Straßenverkehr damit zu fahren!!!

Adieu Haus der Offiziere

Am Samstag habe ich nach langem Hadern doch noch den Weg ins, an diesem Abend feierlichst wiedereröffnete Haus der Offiziere gefunden. Noch viel schneller habe ich allerdings auch wieder den Weg nach draußen gefunden. Das konnte sich der liebe Dean Moriarty dann leider doch nicht antun. Der Hauch von Subkultur, der vor dem Umbau, wenn auch nur rudimentär, zu verspüren war, wurde komplett wegsterilisiert. Was wurde eigentlich umgebaut? Keine Ahnung. Besoffen wie ich war, konnte ich nur noch mein eigenes Entsetzen wahrnehmen, dass ich verspürte, als ich in die Runde schaute. Spaß lag da kaum in der Luft. Das konnte ich am ehesten an einem fetten Brillenträger ausmachen der sich, als wenn dazu gezwungen, wie ein Tanzbär der am Nasenring gezogen wird, zu einer Neo-Rock-Scheiße a la Franz Ferdinand bewegte. Da der Begriff Tanzen, für mich irgendwie Gefühle wie Freude und Euphorie impliziert, möchte ich ihn allerdings auf dieses lustlose Gewackel nicht anwenden.
Schiebt es auf meine Soziopathie, aber ich hab mich unter den pinkbehemdeten, blankpolierten Steroid-Junkies und den dazugehörenden Schickimicki-Muschis so was von daneben gefühlt, dass ich in Rekordzeit drei weitere Bier in mich reinpresste, und dann den Heimweg antrat.
Was soll das? Das was oft als alternativ angepriesen wird, ist in Wirklichkeit doch nur Mainstream in Disguise. Adieu HdO.

Brav gezahlt, Herr Moriarty

„Sie können Ihrer Inkasso-Drohne sagen, er soll seine fetten Finger von meiner Hauptsicherung lassen, Ihr Verweis auf das Recht mir die Stromversorgung einstellen zu dürfen, hat mich überzeugt. Ich habe also sofort gezahlt, ihr widerlichen Vampire!“ – „Wer zum Teufel sind Sie eigentlich?“ fragte mich die Stimme am anderen Ende der Leitung.
Damit hatte die Handlangerin der Brandenburger Stadtwerke mir sofort den Wind aus den Segeln genommen. Nachdem ich ihr meinen Namen sagte, und sie mir dann eröffnete, dass sie die Kundennummer auch noch wissen müsste, hielt meine Zorn-Galeone völlig an. Nachdem ich die scheiß Nummer endlich dank meiner eigenwilligen Ordnung gefunden hatte, musste ich ihr mein gesamtes Anliegen noch einmal vortragen, nur um sie in einem Tonfall, in dem man nur mit Schwachsinnigen redet sagen zu hören: „Sehen Sie Herr Moriarty, es geht doch, das nächste mal zahlen sie gleich, das erspart Ihnen eine Menge Ärger.
Niemals, Typen wie ich brauchen den Ärger. Das hier hat nichts mit fehlender Zahlungsmoral zu tun. Das ist Wiederaneignung! Einen warmen Arsch zu haben, sollte ein Grundrecht sein, für das niemand zahlen muss. Darüber denken Energielieferanten und ihre Kumpels in den enstprechende Positionen innerhalb der Legislative natürlich anders.

Bootsbesitzer ficken nicht

Als meine Herzallerliebste und ich heute Morgen an einer geheimen Badestelle etwas plantschen wollten, wurden wir böse enttäuscht. Da parkten doch glatt zwei Motorboote, wie sie nur von gelangweilten Mittvierzigern besessen werden können. Mitten an unserem Strand. „Verpisst Euch“ haben wir laut gedacht, und ebenfalls in Gedanken die Doppelläufige durchgeladen.
Blöde Bootsheinis, haben die nichts besseres zu tun als alle Strände zuzuparken? Haben die in der Tat nicht. Sex haben die mit Sicherheit nicht mehr: Denn wenn sich ein Paar entschließt ein Motorboot zu kaufen, ist das eine stille Übereinkunft, das ab Kaufdatum nie wieder gefickt wird. Viel Spass ihr Asexuellen.

Alles zugeschissen

Als Hundebesitzer weiß ich, dass Hunde ihren Schiss, nach Möglichkeit an viel frequentierten Plätzen absetzen. Kann ich verstehen, würde ich genauso machen. Jedoch kann ich wiederum auch die Menschen verstehen, die sich über die wohlplatzierte Scheiße aufregen. Muss ja auch nicht sein. Als kompromissbereites Herrchen oder Frauchen kann man das Malheur mit Hilfe eines Plastiktütchens aufheben ohne sich die Fingernägel zu ruinieren.
Genau dieser Vorgang ist in dem pittoresken Altstadtgässchen, das auf den urbanen Namen „Kommunikation“ hört, viel zu selten zu beobachten. Dabei ist es gerade in der engen Gasse besonders notwendig. Sieht man doch sonst als Fußgänger aus wie ein Zwangsneurotiker der nicht auf die Ritzen zwischen den Pflastersteinen treten kann, dabei weicht man doch nur den Tretminen aus. Auch unangenehm ist der erbärmliche Gestank, der besonders während der heißen Tage, den Bummel durch die Altstadt zur Qual macht.
Also liebe Hundebesitzer, einfach mal den Dreck wegmachen.

Haus der Offiziere

Das Haus der Offiziere kurz HdO, war meiner Meinung nach die einzig gute Location die Brandenburg seinen geschundenen Bürgern bot. Fast traurig war ich, als das nette Tanzcafé dann im Mai wegen Umbaumaßnahmen geschlossen werden musste. Umso gespannter bin ich aber wie sich der Schuppen bei seiner feierlichen Wiedereröffnung am 5. August anfühlt. Werden über erhöhte Bierpreise die Kosten für die Sanierung refinanziert, oder hat sich gar das Publikum geändert? Hoffen wir das beste!

Hitzewelle, na und?

Klimaanlage

Dieses Bild hab ich mittlerweile ständig bei mir. Und was soll ich sagen, es funktioniert. Ich bin erfrischt. Mit der Hitzewelle klar zu kommen ist schlicht und einfach eine Einstellungsache. Man muss sich nur energisch immer wieder einreden, dass es ja in Wirklichkeit rotznasen-kalt ist, und schon hört auch der Schweißfluss auf. Man darf natürlich nich den Fehler machen und sich einreden, dass es regnet, denn schwupps hat man sich eingepisst. Ähnlich, nur noch unangenehmer ist wenn man sich einen schönen Schneesturm suggeriert. Pfui Deibel!
Ich würd Euch ja gerne in die hohe Kunst des „Frierens durch Konzentration“ einführen, jedoch muss ich mal nach dem heißen Badewasser, dass gerade einläuft, sehen. Danach zieh ich mir meinen Fleece-Pulli an und mach es mir mit einem schönen heißen Kakao vor dem lodernden Kamin gemütlich. Wie gesagt: „Alles eine Frage der Einstellung“

Fritzi Bolline verschollen?

Wo ist eigentlich meine Brandenburg-Blog-Kollegin? Muss ich jetzt alleine über mein heißgeliebtes Brandenburg schimpfen. Bin ich jetzt der letzte meiner Art? Gibt es bald keine Misanthropen mehr in Brandenburg? Wo steuern wir hin wenn alle nur noch rosa Polo-Shirts tragen und sich nichts anderem außer dem Auto und der eigenen Schönheit widmen. Wer scheißt den Bekloppten und Bescheuerten vor den Koffer? Ich ganz alleine?
Fritzi komm wieder aber flott.
Hier ist alles voller Shirleys und Mikes, ich glaub ich werde verrückt! Hiiiiillllllllllllllllfffffffffffffffffeeeeeeeeeeee!!!!!!!

By the way:

Das wichtigste an einem Umzug ist nicht etwa der ganze lächerliche Besitz der von der alten Bude subtrahiert, in die neu gebracht wird. Viel wichtiger ist es nämlich sich beim Einwohnermeldeamt umzumelden. Das Schweinesystem will schließlich immer wissen wo man wohnt. Um sicherzugehen dass auch jeder Bürger fleißig angibt wo er gerade Bett und Glotze aufgestellt hat, wurde der Melde-Verzug nämlich unter Strafe gestellt. Und was tut der armen, um ihre Existenz ringenden, Sau am meisten weh? Richtig: Geldbußen! Wie mir gerade von so einer Beamtenkuh eröffnet wurde, muss man bei 2 Monaten heimlich wohnen etwa 100 Euro in die Stadtkasse stecken. Ist das nicht ein feiner Staat. Wo sind Baader und Ensslin wenn man sie braucht?

Ekelhafte Thunderdome-Techno-Scheiße

Nachdem ich gestern das Vergessen meines Fotoapparates beklagen musste, war ich heute noch viel betrübter, als ich feststellte, dass ich mein Maschinengewehr zuhause gelassen hatte. Hätte ich es doch so sehr gebraucht. Als ich gerade an der Havel mit dem Hund spazieren war, bemerkte ich schon von weitem, das sich nähernde Motorboot. Zunächst dachte ich es sei der laute Motor, der wummernder Weise alle Wasservögel aus dem Wasser jagte. War er aber nicht, der Außenborder war nämlich verhältnismäßig leise. Was mir da so entgegenschlug war grauenhafte Thunderdome-Techno-Scheiße, in einer Lautstärke bei der jeder Taubstumme aufgeschreckt wär. Ist ja wohl klar, dass ich da spontan Gewaltfantasien bekam.

Verrückter Mutant wollte die Welt anzünden!

Fotoapparate sind doch echt ne Scheiß-Erfindung! Wenn man einen gebrauchen könnte, ist man entweder zu arm einen zu besitzen, oder hat das Ding einfach mal wieder nicht dabei. Hat man einen, und selbigen auch tatsächlich dabei sieht man sich ständig gezwungen, seine so genannten Liebsten in gestellten Posen abzulichten oder Bilder der schrecklichen Umgebung zu knipsen. Wirklich brisantes kommt natürlich nie vor die Linse.
Wie zum Beispiel heute Nachmittag: Ich war gerade auf dem Weg nach Plaue, da kommt mir doch in Höhe Kaltenhausen ein Fackelläufer entgegen. Ehrlich ein gottverdammter Fackelläufer. Hätte ich da ne Kamera dabei gehabt, würde ich der BILD eine Sensationsstory verkaufen die sich gewaschen hätte. Irgend so etwas wie „Verrückter Mutant wollte die Welt anzünden!“
Scheiße, muss ich halt dem Brandenburg-Blog die lauwarme Wahrheit erzählen.

Die Bäckerstraße schlägt zurück

Erst gestern Abend konnte ich beobachten, wie nacheinander zwei tiefergelegte VW Golf das unbarmherzige Kopfsteinpflaster der Bäckerstraße küssen mussten. Bei dem einen muss sogar ein kleiner Schaden entstanden sein. Jedenfalls hat die Schürze beim aufsetzten Funken geschlagen. Das war ein herrliches Schauspiel. Wunderbar farbenfroh! Nicht weniger herrlich war das traurige Gesicht das der Pilot machte als er den Bug seines getunten Hirnersatzes begutachtete. Heidewitzka tat der mir leid. Der arme Irre. Sein ganzes Geld hat er für so eine straßenuntaugliche Fehlkonstruktion ausgegeben. Da hätte er doch bestimmt ein vernünftiges Auto für bekommen.

Merke Dir:

Wer in der Wohnung mit einem Sitzball Fußball spielt, der braucht sich nicht zu wundern, wenn dabei ein neu gekauftes Weißbierglas zu Bruch geht. Und über das Weißbier, dass sich über die Tastatur ergießt erst recht nicht.