Kategorie-Archiv: Allgemeines und Sonstiges

Sommerfest der Tiertafel Bad Belzig

Es sollte eigentlich ein Fest der Familie werden. Ein Sommerfest für Groß und Klein – anlässlich des einjährigen Bestehens der Tiertafel Bad Belzig e.V.

Unter skeptischen Blicken vieler wurde dann entgegen allen Hoffnungen als erste Handlung am Vorabend , also am 15.07.2016 ein Bierwagen auf dem Turnplatz in Bad Belzig positioniert.

Hallo ! Ein Bierwagen auf einem Sommerfest eines regionalen Verein´s , der mit Spendengeldern und Sachspenden bedürftigen Haustierhaltern regelmäßig unter die Arme greift ?

Start um Uhr 14:00 – der Platz ist fast menschenleer. Nur vorsichtig und vereinzelt verirren sich die ersten Durstigen und manche Neugirige auf den Turnplatz in Bad Belzig. Gut gewappnet mit allen Ressourcen , die auf einem Sommerfest Umsätze bringen , beginnt der Rubel für die „Tiertafler“ zu rollen. Neben einer Tombola , gingen auch alle Erlöse aus dem Bierwagen und den Trödelständen & Grill in die Vereinskasse. Am späten Nachmittag bei fast 28 Grad in der Sonne kommen die ersten Gäste am Bierwagen ins Schwanken. Aber egal – ist ja für einen „guten Zweck“

Die Ausschüttung der Tombola mit Benennung der Gewinner gegen Uhr 19:00 naht. Die Getränke am Bierwagen laufen & laufen . Plötzlich wird der Vorsitzende der Tiertafel Bad Belzig e.V. (Daniel Pfitzner) von einem gut Betrunkenen angegriffen. Die Moderatorin „Marlitt“ die hauptberuflich bei BB-Radio arbeitet wird ebenfalls attackiert. Durch beherztes Eingreifen der freiwilligen Feuerwehr und später der Polizei war die Situation relativ schnell unter Kontrolle.

Zusammenfassend war der Vereinszweck auf dem Sommerfest nicht klar erkennbar. Kommerz wurde hier voran gestellt. Info´s über die Tiertafel Bad Belzig e.V. wurden meistens nur über den Tresen kommuniziert oder mit einer Bratwurst in der Hand.

Cheers für die Kinder in Gambia

LeoClub unterstützt Brandenburger GambiaGesundheitsHilfe e.V..
Der Brandenburger LeoClub beweist doppelten Einsatz bei seiner aktuellen Activity. Ende
September werden zwei Leos nach Talinding bei Serekunda fliegen, dem größten Slum
Gambias. Eine Woche lang wird körperlich richtig angepackt, denn das Projekt „Talinding
Children Health Centre“ setzt zum Endspurt an. Zunächst unterstützen der Club den Bau des
Kindergesundheitszentrums jedoch vor Ort: Am 2.9.11 beteiligen sich die Leos am
Cocktailverkauf an der Cocktailbar des LionsClub, die zum Mitternachtsshopping vor dem
Multimedia-Anbieter TV Lindau in der Hauptsraße aufgebaut wird. Der Erlös aus dem
Verkauf wird der Gambia-Hilfe gespendet – Cheers für die Kinder in Gambia!
Die GambiaGesundheitshilfe e.V. betreut derzeit zwei Projekte in Gambia – in Lamin und
Talinding. Neben der medizinischen Betreuung, die dort Mangelware ist, wird Hilfe zu
Selbsthilfe geboten. Einheimische Mitarbeiter sollen künftig die häufigsten Krankheiten in
Eigenregie diagnostizieren und behandeln können. Weitere Informationen zur Gambia-Hilfe
unter www.gambia-gesundheitshilfe.de.

Einbrecher stahl Wertsachen und Geldbörse

Am gestrigen Montag ist ein Unbekannter Einbrecher am Schützenworth in ein Einfamilienhaus eingedrungen und hat von einem Wohnzimmertisch im Erdgeschoss ein Handy und eine Portemonnaie samt Inhalt und Kreditkarten gestohlen. Die Türen des Hauses waren nicht verschlossen. Die im Haus anwesenden Bewohner merkten von dem Einbruch nichts.
Allerdings haben Nachbarn haben einen 20 bis 30 Jahre alten Mann in der Umgebung des Hauses gesehen. Dieser soll zirka 1,80m groß sein. Er trug eine dunkle Sporthose mit weißen Streifen an der Seite, eine rote Baseball-Kappe und einen roten Rucksack. Vermutlich entfernte er sich in Richtung Hauptbahnhof vom Tartort.
Die Kriminalpolizei bittet um weitere Hinweise aus der Bevölkerung. Beobachtungen nimmt die Polizeiwache Brandenburg unter Tel. (03381) 560-0 entgegen.

Einladung zum 3. Zimtfest

Samstag 7.November  „3. Zimfest“ in der Alten Reederei
in Fürstenberg, Brandenburger Strasse 38 von 15-18 Uhr …offener Ausklang am Feuer…/ Aufbau und offenes Tor: ab 14 Uhr
Im spätherbstlichen Garten, im gut gewärmten „Wasserhaus“ an der Havel oder am Lagerfeuer gibt es Glühwein, Bücher, Marmeladen und Landprodukte zu kaufen – die beste Chance, sich mit Weihnachtsgeschenken einzudecken. Elke Resnitschek kommt u.a.mit Rhabarberpflanzen und Fruchtaufstrich, Kitty Weitkamp mit Senf und Keramik, Ute Boehm mit Strick – und Seifenwaren, Christine Heymann mit selbstgestrickten Pullovern, Julia hat ihre Bücherecke dabei und natürlich sitzen wir vor allem gemütlich um den Ofen, sicher gibt es auch wieder ein Spinnrad. ( letztes Jahr waren es drei …)
Nach dem Start und Erfolg im letzten Jahr suchen wir das
                       “ Beste Zimtgebäck 2009″: unter den mitgebrachten Bewerbern suchen wir den leckersten Zimtstern – bitte 20 Sterne mitbringen.  Alte Reederei
Brandenburger Strasse 38
16798 Fürstenberg
Email: Reederin@gmx.de

www.fuerstenberger-gartentag.blogspot.com

Lesung mit dem Mendelssohn-Urenkel Prof. Schoeps

Die Stadt Bernau und der Förderverein Schloss und Gutshof Börnicke e.V. würdigen den ehemaligen Besitzer der Schlossanlage Börnicke 2009/ 2010 mit mehreren Veranstaltungen anlässlich seines 100. Todestages.

Den Auftakt bildet am kommenden Samstag, den 26. September 2009 eine Lesung des Urenkels von Ernst von Mendelssohn-Bartholdys, Professor Julius H. Schoeps. Er stellt sein neuestes Buch „Das Erbe der Mendelssohns- Biographie einer Familie“ im Schloss Börnicke vor.

Prof. Schoeps

Inhalt
Von dem bedeutenden jüdischen Philosophen der Aufklärung Moses Mendelssohn bis zu den großen Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy und Fanny Hensel, geb. Mendelssohn-Bartholdy, von Dorothea Schlegel, geb. Mendelssohn, bis zu dem Wirtschaftsmagnaten Franz von Mendelssohn und dem bedeutenden Bankier und Sammler Paul von Mendelssohn-Bartholdy: Julius H. Schoeps schreibt eine so farbige wie lebendige Biographie dieser Familie und ihres Schicksals.

Erstmals stellt er systematisch die Familienzweige Mendelssohn dar, schildert ihre Geschichte als Bankiers und Unternehmer mit internationalem Wirkungskreis bis Russland und Estland, untersucht ihre einzigartige Rolle als Sammler und Mäzene und beschreibt den von den Nationalsozialisten erzwungenen Niedergang der Familie in bislang unbekannten Details. Dank des Zugangs zu zahlreichen bisher unveröffentlichten Dokumenten und Materialien aus Privatnachlässen und Archiven können bislang umstrittene Sachverhalte geklärt werden. Eine ausführliche Zeittafel und ein Stammbaum ergänzen dieses Standardwerk.

Kurzbiografie Prof. Dr. Schoeps
Prof. Dr. Schoeps wurde in Schweden als Sohn des Historikers Hans-Joachim Schoeps und Dorothee Busch, einer Enkelin von Ernst von Mendelssohn-Bartholdy, geboren. Als Historiker ist er weltweit in unterschiedlichen Gremien tätig, um an die europäisch-jüdische Beziehungsgeschichte zu erinnern. Prof. Dr. Julius Schoeps ist  Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums für Europäisch-Jüdische Studien der Universität Potsdam.

Seit 2003 kämpfte Prof. Schoeps als Sprecher der Erben des Bankiers Paul von Mendelssohn-Bartholdy um die Restitution verschiedener Kunstwerke aus deren Besitz. Anfang 2009 kam es in dieser Frage zu einem Vergleich mit dem Guggenheim Museum und dem Museum of Modern Art in New York City.

Ort: Schloss Börnicke
Ernst- Thälmann Str. 1
16321 Bernau bei Berlin OT Börnicke
Datum: Samstag, 26.9.2009
Beginn: 16:00 Uhr
Eintritt: 8,00 Euro

Karten
Förderverein Schloss und Gutshof Börnicke e.V.
Telefonisch unter 03338 709338
fv@schloss-boernicke.de

Leo- Club wählt neues Präsidium und sucht neue Mitglieder

Der Leo-Club Brandenburg hat in der vergangene Woche einen neuen Vorstand gewählt.Als neuer Präsident wurde der 30Jährige Christian Jankowski gewählt der am 01.07. sein Amt antreten wird. Er bedankte sich bei seiner Vorgängerin, Katharina Leipnitz, für ihr Engagement und betonte, dass er im kommenden Amtsjahr die Gewinnung neuer Mitglieder weiterhin als oberste Priorität ansehe. Im vergangenen Jahr konnte der Club 3 neue Mitglieder gewinnen. Des Weiteren wolle er das starke soziale Engagement und die Präsenz der Leos in der Region beibehalten und weiter stärken.An seiner Seite wurden in das Präsidium gewählt: Patricia Genth (Vize-Präsidentin), Dajana Brüning (Sekretärin), Dirk Holz (Schatzmeister), Martin Kolpazik (Activity – Beauftragter).Zum Leo-Club Brandenburg: Leo-Clubs sind die Jugendorganisation von LIONS International und bestehen aus aktiven, jungen Leuten. LEO steht im Englischen für Leadership, Experience, Opportunity — frei übersetzt bedeutet das, Verantwortung zu übernehmen, Erfahrungen zu sammeln und Gelegenheiten für Engagement zu ergreifen. Der Brandenburger Leo-Club besteht aus einer bunt gemischten Gruppe aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen, deren berufliche Beschäftigung vom Schüler über Azubis und Studenten bis zum Berufstätigen reicht. Privat engagieren sie sich alle durch ihre ehrenamtliche Mitarbeit im LEO-Club und bilden eine interessante und gut befreundete Gruppe junger Brandenburger Bürger. Für die nächste Zeit sind wieder zahlreiche Projekte geplant. Zum einen laufen die Vorbereitungen für eine Daueractivity in einem Seniorenheim in der Stadt auf Hochtouren, bei der für die Bewohner ein monatlicher Bingoabend veranstaltet werden soll. Und zum Anderen ist für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei eine große Typisierungsaktion geplant, bei der viele hundert Brandenburger dazu aufgerufen sind sich für diese Datei registrieren zu lassen um eventuell einem Menschen mit einer Spende das Leben zu retten. Diese und viele weitere Ideen sollen in den nächsten Wochen und Monaten, zum Teil mit Unterstützung des Brandenburger Lions-Club, umgesetzt werden. Diese Hilfe erfolgt im Club vor Ort, aber auch auf nationaler und internationaler Ebene. Nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland treffen sich Leos in regelmäßigen Abständen. Einmal im Jahr findet ein Leo-Europa-Forum an wechselnden Orten statt. Dieses Jahr wird es in Bussolengo in Norditalien stattfinden. Dort arbeiten und feiern Leos aus allen europäischen Ländern zusammen und lernen andere Länder und Sitten kennen. Zum Beispiel gibt es jedes Mal eine „Presentation of the Countries“, auf der sich alle teilnehmenden Länder kulinarisch vorstellen. Aber neben diesen europäischen Veranstaltungen gibt es außerdem jedes Jahr die World – Convention, ein weltweites Treffen von Lions und Leos, und das Europa-Forum der Lions, zu dem die Leos stets eingeladen sind. Durch unsere Projekte lernen wir, Verantwortung zu übernehmen und schließen neue Freundschaften direkt vor Ort und in aller Welt. Man trifft viele neue und alte Gesichter und kann so auch bestens seine schon bestehenden Leo-Freundschaften pflegen..Und nun ist der Leo-Club Brandenburg auf der Suche nach neuen Mitstreitern die Spaß daran haben Anderen zu helfen und sich sozial zu engagieren. Mitglied kann jeder werden, der die Zeit und Bereitschaft dazu mitbringt und zwischen 16 und 30 Jahren ist. Da jedes Jahr einige Mitglieder aufgrund von Wohnortwechsel oder beruflicher Veränderungen ausscheiden müssen, sind wir jederzeit offen für neue Mitglieder und freuen uns über jeden motivierten Interessenten. Falls Du weitere Fragen hast, oder als Interessent zu einem unserer Meetings oder Activities kommen möchtest, melde Dich per Mail über unsere Homepage www.leoclub-brandenburg.de. Wir freuen uns auf Dich….

Piratenpartei Deutschland: Erste Schritte in die Rathäuser

Der brandenburgische Ortsbürgermeister von Hohenstein und
Stadtverordnete in Strausberg Jens Knoblich ist der Piratenpartei
beigetreten. Anlass sind beispielsweise der Abbau von Grundrechten und
eine bürgerferne Demokratie. In der Stadtverordnetenversammlung
Strausbergs vertritt die Piratenpartei nun die Interessen der Bürger als
Teil der offenen Fraktion.

Strausberg liegt im östlichen Speckgürtel von Berlin. Strausberg als
Sitz der Stadtverordnetenversammlung hat 26.000 Einwohner. Der Ortsteil
Hohenstein besteht aus Hohenstein, Gladowshöhe und Ruhlsdorf mit
insgesamt 500 Einwohner.

Mehr dazu unter: http://piratenbrandenburg.de/wordpress/2009/01/politik/

Mit freundlichen Grüssen
Piratenpartei
kontakt@piratenbrandenburg.de

Wir helfen Rene Weller

Wenn er sich helfen läßt.

Aber von Anfang an:

Am 23. Dezember 2005 sprach Günther Jauch in der TV-Show „Wer wird Millionär?“ den auf Rene Weller bezogenen Satz:

„Der sitzt ja dauernd im Knast.“

Weller forderte daraufhin Schadensersatz, Schmerzensgeld sowie einen Widerruf, und klagte, da Jauch zu einer außergerichtlichen Einigung nicht bereit war, vor dem Landgericht Potsdam.

Da diese Klage abgewiesen wurde, ging Weller, der lediglich einmal, nämlich zwischen 1999 und 2003, Strafgefangener war, in die nächste Instanz.

Vor zwei Tagen wies auch diese (das Oberlandesgericht Brandenburg) Wellers Klage ab.

(Das Gericht ließ eine Revision beim Bundesgerichtshof nicht zu. Weller hat die Möglichkeit, dagegen Beschwerde einzulegen.)

Richter Wolf Kahl berief sich in seiner Urteilsbgründung auf den Duden: Diesem zufolge könne „dauernd“ auch „lange andauernd“ bedeuten. Daher sei Jauchs Aussage ein „Werturteil mit Tatsachenkern“. Daraus wiederum folge, daß es sich bei Jauchs umstrittenem Satz um eine zulässige Meinungsäußerung handle (vgl. Tagesspiegel vom 8.5.).

Daß dies falsch ist, läßt sich zweifach beweisen – und da doppelt besser hält, werden wir das hier auch tun:

1. Wenn „dauernd“ „lange andauernd“ bedeuten kann, dann können wir in Jauchs Satz dieses für jenes einsetzen.

Ergebnis:

„Der sitzt ja lang(e) andauernd im Knast.“

Jauchs Satz, ob in dieser Version oder der ursprünglich geäußerten, steht im Präsens. Das Präsens kann im Deutschen verschiedenes bezeichnen (wir beschränken uns im folgenden auf die beiden Möglichkeiten, die in diesem Zusammenhang in Frage kommen):

a) In naher Vergangenheit Beobachtetes und (zumindest nach Auffassung des Sprechers) in die Zukunft Fortwirkendes

Beispiel: X sitzt nie /selten / oft / dauernd in der Kneipe.

 So verwendet, setzt das Präsenz entweder keines oder mehrere Ereignisse voraus (im Falle des Jauch-Satzes also mehrere Gefängnisaufenthalte Wellers).  

In diesem Sinne gebraucht, ist der Satz Jauchs also eindeutig falsch.

b) Gegenwart (Moment oder gegenwärtige Situation)

Bezeichnet das Präsens in diesem Satz die Gegenwart – und nur diese Möglichkeit bleibt -, dann schließt er die Aussage ein, daß Weller sich gegenwärtig (zur Zeit der Aussage) im Gefängnis befinde.

Jauchs Satz würde also bedeuten:

Weller befindet sich derzeit im Gefängnis, und zwar lange andauernd.

Die Aussage hat demnach keinen Tatsachenkernkern.

„Dauernd“ kann nur entweder“lange andauernd“ oder „immer wieder“ bedeuten. Es bleibt uns also, „immer wieder“ in Jauchs Satz einzusetzen:

„Der sitzt ja immer wieder im Knast.“

Der Kern der Aussage ist demnach, daß gegen Weller sehr viele Haftstrafen verhängt worden seien.

Auch in diesem Fall kann also von einem Tatsachenkern keine Rede sein (sofern man nicht die Auffassung vertritt, es sei vertretbar, über jemanden, den man EINMAL ein Bier trinken sah, zu behaupten, er gebe sich dauernd die Kanne).

2. „Dauernd“ KANN hier nicht „lange andauernd“ bedeuten, sondern ausschließlich „immer wieder“:

(„Dauernd“ und „immer wieder“ sind unvereinbar, werden manche jetzt einwenden, die Umgangssprache unberücksichtigt lassend. Gewiß, es besteht zwischen den beiden Begriffen ein objektiver Widerspruch, aber der löst sich subjektiv auf: „Dauernd“ heißt: so oft, mit so hoher Frequenz, daß diese dem Betrachter – zumal, wenn er zu Übertreibungen neigt – als Fortdauer erscheint.)

Die Bedeutung eines Wortes ergibt sich aus dem Zusammenhang.

Dabei ist in diesem Satz die Sprachebene entscheidend. „Knast“ befindet sich auf der Ebene der (niedrigen) Umgangssprache.

(„Gefängnis“ dagegen befindet sich auf hochsprachlicher Ebene, „Justizvollzugsanstalt“ auf formeller / juristischer.)

Kein Mensch, der bei Sinnen ist, wechselt in einem kurzen Satz die Sprachebenen. Entsprechend befindet sich auch das Verb „sitzen“ hier auf niedriger umgangssprachlicher Ebene (wie immer, wenn dieses Wort nicht in seiner eigentlichen Bedeutung, also als Gegensatz zu „stehen“ und „liegen“, zu verstehen ist).

Es folgt, daß auch „dauernd“ von Jauch umgangssprachlich verwendet wurde.

In der Umgangssprache aber kann „dauernd“ nur „immer wieder“ bedeuten. Eine andere umgangssprachliche Verwendung für dieses Wort läßt sich nicht finden.

Jedem, dem Sprachliches nicht gänzlich fremd ist, ist das klar, und jede empirische Untersuchung würde es bestätigen.

(Jauch übrigens präsentierte in den neunziger Jahren die Fernsehsendung stern TV. Die Redaktion ging damals einem unseriösen Journalisten auf den Leim, der in seinen Sensationsreportagen vorsätzlich die Unwahrheit vermittelte – wie Jauch selbst daraufhin unwissentlich in seinen Moderationen. Es wäre also Jauch selbst zufolge völlig in Ordnung, wenn man über ihn sagte:

„Der erzählt ja dauernd Lügengeschichten.“)

Wir werden Weller diese Beweise zustellen, und natürlich halten wir die Leser- und Schreiberschaft des Brandenburg-Blogs über das weitere auf dem laufenden.

Mindestlohn ist das Mindeste!

Die Unternehmen machen Gewinne wie noch nie, trotzdem herrscht in Deutschland eine Politik der Lohndrückerei. Gerade im Zeitarbeitsbereich und im Dienstleistungsgewerbe werden Löhne gezahlt, welche keine sind. Trotzdem weigert sich die CDU/CSU strikt, den Bürgern das Mindeste zu gewähren, das Recht auf eine würdige Existenz, durch angemessene Bezahlung! Ganz vorne weg der Kettenhund der Ausbeuterlobby, Pofalla. Hier sein neuester Spruch:

Im Streit um die Einführung von Mindestlöhnen will eine hochrangig besetzte Koalitionsrunde am heutigen Mittwoch im Kanzleramt erneut versuchen, die Wogen zu glätten. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla erteilte unmittelbar vor dem Treffen allen Forderungen eine klare Absage: “Einen gesetzlichen einheitlichen Mindestlohn in ganz Deutschland wird es mit uns nicht geben”, sagte er im ZDF.

Ich denke, wir kommen ganz gut ohne “Euch” klar und es wird Zeit, dafür auf die Strasse zu gehen.

Was wir verloren haben

Wenn man Diskussionen, Filme oder Berichte über das Leben in der ehemaligen DDR sieht, dann hört man immer: „Ihr hattet nix zu kaufen. Ihr wurdet bespitzelt. Ihr hattet keine Rechte und ihr konntet nicht wirtschaften.“ Jeder glaubt zu wissen, dass es gut ist, dass dieses dunkle Kapitel zu Ende ist. Komisch ist nur…so negativ habe ich das gar nicht in Erinnerung. Was die Stasi betrifft…nun…die GEZ heute ist gründlicher als die Stasi damals und die Überwachung der Bürger durch den Staat ist heute um ein vielfaches intensiver, als zu DDR-Zeiten. Jeder findet das auch gut so, denn wir müssen den Terrorismus bekämpfen und da muss man eben mehr überwachen dürfen. Nach dem Grund für den Terrorismus fragt glücklicherweise auch niemand, denn es läuft ja DSDS im Fernsehen und da hat man keine Zeit für so etwas….aber ich will nicht abschweifen, also zurück zur DDR. Liebe ehemalige DDR-Bürger, zählt mal nicht auf, was wir alles nicht hatten, sondern versucht euch mal daran zu erinnern, was wir verloren haben. Na, was kann das wohl sein? Es ist die innere Ruhe, der soziale Frieden, die Unfähigkeit zu wissen, was Existenzangst ist. Wir konnten nicht nach Malle, aber wir wussten genau, der Arbeitsplatz ist auch in einem Jahr noch da. Wir hatten nur Ostmark, aber wir wussten, dass wir dafür niemals beim Arbeitsamt betteln müssen. Wir kannten keine demütigende Leiharbeit, wir waren mit 50 nicht zu alt für unseren Job, wir wurden nicht gegeneinander ausgespielt, wir kannten kein Mobbing, wir wurden nicht zwangsvollstreckt und wir mussten nicht aus Not unser Konto überziehen. Unsere Kinder wurden nicht durch die Konsumgesellschaft idiotisiert, verroht und psychisch krank gemacht.

Existenzangst und Armut haben viele Menschen traumatisiert und ihr Selbstwertgefühl zerstört. Jene, welche noch Arbeit und Auskommen haben, müssen ihren Stand schützen und nach unten treten, immer mit der Angst beseelt, dass sie morgen selbst auf der Treppe ganz unten stehen können.

Mir geht es gut, ich kann mir einiges leisten….meine innere Ruhe habe ich jedoch in der DDR zurück lassen müssen und ich meine, die Zeit damals war besser. Meine Lehrerin für Staatsbürgerkunde sagte angesichts des relativen Wohlstands im Westen einmal folgende Sätze, welche ich damals nicht geglaubt habe: „Der Kapitalismus in der BRD hat nur eine friedliche Phase, der Wolf hat Kreide gefressen. Irgendwann wird er aber wieder aggressiv werden und sein wahres Gesicht zeigen. Es wird wieder einen großen Abstand zwischen arm und reich geben. Leider muss ich sagen, sie hatte recht.

Neuer Schienenfräszug für die “Tube” in London

Die Firma GBM Gleisbaumechanik Brandenburg konstruierte und baute im Ortsteil Kirchmöser einen Schienenfräszug für die Londoner U-Bahn. Die 120 Tonnen schwere Weltneuheit wird ab März 2007 kleinste Haarrisse und Unebenheiten aus den Schienen des Londoner U-Bahnnetzes ausschleifen bzw. beseitigen. Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghans (CDU) bewunderte die Innovation und sah sich in seiner Zuneigung zum Bahnstandort Kirchmöser bestätigt. Die Firma GBM bekundete, dass sich schon mehrere Interessenten aus anderen Ländern bei ihnen gemeldet haben. Unter anderem stehe Moskau ganz oben auf der Liste.

Todesfalle Liegerad Vol 2

Natürlich sind die Autofahrer schuld, denn sie allein sind rücksichtslos und doof. Dennoch fühle ich mich durch gestriges Erlebnis in meinen Bedenken über die Verkehrstauglichkeit von Liegerädern bestätigt. Als ich also gegen Mittag, zu Fuß wohl gemerkt, am Altsstädtischen Markt unterwegs war, sah ich doch wie ein in der Blüte seines Lebens stehender Mann aus dem Liegeradshop kam. Was mich an dem Burschen so faszinierte war nicht etwa sein frischer Teint, oder sein sportliches Auftreten, nein es war die Metallkonstruktion, die verhinderte, dass ihm sein Kopf abfiel. Ob diese sagen wir mal Halswirbelverletzung wohl von einem Unfall mit einem dieser Todesfallen, die immer noch skrupelloser Weise überall feilgeboten werden, herrührt?
Mit Sicherheit!

100 Ritter

So nennt sich die Gruppe Archäologiestudenten der Humboldt-Universität zu Berlin, die gerade das Grundstück in der Ritterstraße 100, rechts neben dem Altstadt-Pub, durchwühlt. Dabei sollen Strukturen aus dem 13. Jahrhundert frei gelegt werden, um Aufschluss über das Leben in der Altstadt Brandenburgs zu erhalten. So könnte man das wohl formulieren, wenn man den Anschlag, wie ich, nur schlampig überflogen hat.
Ob und was die jungen Forscher bis jetzt gefunden haben, weiß ich leider auch nicht, denn als ich anhub eine Studentin nach dem Stand der Dinge zu fragen, sprang sie schnell wieder ins Loch und tat so als hätte Sie was interessantes entdeckt. Danach sah ich Rauchwolken aufsteigen.
Ich hätte dem Treiben gern noch länger zugeschaut, aber zum einen stank es hinter dem Bauzaun gewaltig nach Urin und zum anderen näherte sich meine Straßenbahn.
So bald ich wieder in der Nähe bin werde ich mal so was von investigativ recherchieren, was die da machen und wie die Ergebnisse ausschauen, dass kein Auge trocken, aber zumindest keine Frage offen bleibt. Versprochen.

Todesfalle Liegerad

Gegen Liegeräder habe ich eigentlich nichts. Jedoch nachdem ich schon dreimal einen Menschen der auf solch einem hippen Gefährt unterwegs war, fast totgefahren hätte, habe ich zumindest Respekt. Nicht etwa vor dem Mut der Fahrer, wohl eher vor so viel tollkühner Doofheit.
Als halbwegs evolutionstauglicher Mensch, würde ich doch wenn ich mich schon ungepanzert in die Nähe fahrender Autos begeben müsste, zumindest dafür sorgen, dass deren Fahrer mich sehen. Jetzt mal ehrlich auf den einzigen Vorteil, im Liegen Strampeln zu können, verzichte ich doch gerne, wenn ich dafür nicht die ständige Angst im Nacken hätte, in der nächsten Sekunde von einem Lkw zermalmt zu werden.
Ich will dem lieben Menschen der am Altsstadtmarkt einen Laden für solche Todesfallen aufgemacht hat ja nicht die Tour vermasseln, aber bitte liebe Leute, fahrt mit dem Bus oder der Bahn, aber niemals mit diesen Höllenrädern! So und jetzt noch Werbung für den Ladenbesitzer: Liegeräder eignen sich ideal als Getränkekistenhalter oder Blumenbänke. Aber niemals um im Straßenverkehr damit zu fahren!!!

Adieu Haus der Offiziere

Am Samstag habe ich nach langem Hadern doch noch den Weg ins, an diesem Abend feierlichst wiedereröffnete Haus der Offiziere gefunden. Noch viel schneller habe ich allerdings auch wieder den Weg nach draußen gefunden. Das konnte sich der liebe Dean Moriarty dann leider doch nicht antun. Der Hauch von Subkultur, der vor dem Umbau, wenn auch nur rudimentär, zu verspüren war, wurde komplett wegsterilisiert. Was wurde eigentlich umgebaut? Keine Ahnung. Besoffen wie ich war, konnte ich nur noch mein eigenes Entsetzen wahrnehmen, dass ich verspürte, als ich in die Runde schaute. Spaß lag da kaum in der Luft. Das konnte ich am ehesten an einem fetten Brillenträger ausmachen der sich, als wenn dazu gezwungen, wie ein Tanzbär der am Nasenring gezogen wird, zu einer Neo-Rock-Scheiße a la Franz Ferdinand bewegte. Da der Begriff Tanzen, für mich irgendwie Gefühle wie Freude und Euphorie impliziert, möchte ich ihn allerdings auf dieses lustlose Gewackel nicht anwenden.
Schiebt es auf meine Soziopathie, aber ich hab mich unter den pinkbehemdeten, blankpolierten Steroid-Junkies und den dazugehörenden Schickimicki-Muschis so was von daneben gefühlt, dass ich in Rekordzeit drei weitere Bier in mich reinpresste, und dann den Heimweg antrat.
Was soll das? Das was oft als alternativ angepriesen wird, ist in Wirklichkeit doch nur Mainstream in Disguise. Adieu HdO.

Brav gezahlt, Herr Moriarty

„Sie können Ihrer Inkasso-Drohne sagen, er soll seine fetten Finger von meiner Hauptsicherung lassen, Ihr Verweis auf das Recht mir die Stromversorgung einstellen zu dürfen, hat mich überzeugt. Ich habe also sofort gezahlt, ihr widerlichen Vampire!“ – „Wer zum Teufel sind Sie eigentlich?“ fragte mich die Stimme am anderen Ende der Leitung.
Damit hatte die Handlangerin der Brandenburger Stadtwerke mir sofort den Wind aus den Segeln genommen. Nachdem ich ihr meinen Namen sagte, und sie mir dann eröffnete, dass sie die Kundennummer auch noch wissen müsste, hielt meine Zorn-Galeone völlig an. Nachdem ich die scheiß Nummer endlich dank meiner eigenwilligen Ordnung gefunden hatte, musste ich ihr mein gesamtes Anliegen noch einmal vortragen, nur um sie in einem Tonfall, in dem man nur mit Schwachsinnigen redet sagen zu hören: „Sehen Sie Herr Moriarty, es geht doch, das nächste mal zahlen sie gleich, das erspart Ihnen eine Menge Ärger.
Niemals, Typen wie ich brauchen den Ärger. Das hier hat nichts mit fehlender Zahlungsmoral zu tun. Das ist Wiederaneignung! Einen warmen Arsch zu haben, sollte ein Grundrecht sein, für das niemand zahlen muss. Darüber denken Energielieferanten und ihre Kumpels in den enstprechende Positionen innerhalb der Legislative natürlich anders.

Attraktive Kette


Dass Frau Tiemann, was Mode und Stil angeht, nicht das sicherste Händchen hat, kann man ja auf den ersten Blick erkennen. Mich hat ihr Bedürfnis nach einer Amtskette daher wenig überrascht – und – was soll ich sagen: ich bin dafür! Zumindest, was meinen oben schematisch dargestellten Entwurf angeht. Das wäre doch eine wirkliche Bereicherung für die Stadt und Frau Tiemann käme damit ihrem Ziel, Brandenburg zur attraktivsten Stadt im Land zu machen, ein ganz erhebliches Stück näher. Also, Portemonnaies auf, Leute und spenden. Wo könnte man sein Geld wohl besser einsetzen als für so ne tolle Amtskette?????

Bootsbesitzer ficken nicht

Als meine Herzallerliebste und ich heute Morgen an einer geheimen Badestelle etwas plantschen wollten, wurden wir böse enttäuscht. Da parkten doch glatt zwei Motorboote, wie sie nur von gelangweilten Mittvierzigern besessen werden können. Mitten an unserem Strand. „Verpisst Euch“ haben wir laut gedacht, und ebenfalls in Gedanken die Doppelläufige durchgeladen.
Blöde Bootsheinis, haben die nichts besseres zu tun als alle Strände zuzuparken? Haben die in der Tat nicht. Sex haben die mit Sicherheit nicht mehr: Denn wenn sich ein Paar entschließt ein Motorboot zu kaufen, ist das eine stille Übereinkunft, das ab Kaufdatum nie wieder gefickt wird. Viel Spass ihr Asexuellen.

Schiff Ahoi…

Wer es noch nicht bemerkt haben sollte: es ist Sommer. Für viele mag es bei dieser nüchternen Feststellung bleiben, einige schleppen sich aus genau diesem Grund an einen überfüllten Strand und wieder andere besteigen ein Boot und schippern damit über einen unserer vielen Seen. Genau das habe ich am Wochenende auch getan. Mit dem Paddelboot meiner Mutter. Jeder Soziologe und Psychologe hätte dabei seine wahre Freude.
Da kommen die Mikes mit intelligenzvernichtendem Lärm auf ihren Affenfelsen vorbeigebrettert – auf dem Sonnendeck braten die Shirleys vor sich hin. Natürlich alle mit nem modischen Sonnenvisier um das gestylte Vakuum. In diesem Zusammenhang muss ich immer an die EPROMs denken. Für alle elektrotechnisch wenig gebildeten: dabei handelt es sich um Speicherchips, dessen Inhalte sich durch intensive UV-Bestrahlung wieder löschen… Ich bin mir sicher, hier besteht ein Zusammenhang…
Schön sind auch die fröhlichen Bootsausleiher-Familien, meist Berliner, die offenbar den unaufhaltsamen Drang haben, verzückt allen vermeintlich Eingeborenen zu winken. Ich freu mich ja über nette Menschen, aber als ich dann mal einfach nur ne Pause am Ufer machen wollte und schon einen lahmen Arm vom Zurückwinken hatte, vespürte ich plötzlich ein bisschen Sehnsucht nach meinen Waldorfs und Stadlers… Fast wäre ich verhungert, weil ich vor lauter Winken meinen Proviant nicht verspeisen konnte.
Am sympathischsten sind mir da doch die Segler und andere nichtmotorisierte Wassersportler. Die sind auch ganz nett zu einander und grüßen sich alle. Vor zwei Stunden stand man sich noch feindlich an der Supermarktkasse gegenüber, rollte die Augen, weil der andere nicht schnell genug das passende Kleingeld finden konnte, rammte sich mit dem Einkaufswagen um noch das tolle Lidl-Sonderangebot zu erstehen oder kämpfte eine erbitterte Schlacht im Straßenverkehr. All das ist vergessen, jetzt wird sich artig gegrüßt!

Haus der Offiziere

Das Haus der Offiziere kurz HdO, war meiner Meinung nach die einzig gute Location die Brandenburg seinen geschundenen Bürgern bot. Fast traurig war ich, als das nette Tanzcafé dann im Mai wegen Umbaumaßnahmen geschlossen werden musste. Umso gespannter bin ich aber wie sich der Schuppen bei seiner feierlichen Wiedereröffnung am 5. August anfühlt. Werden über erhöhte Bierpreise die Kosten für die Sanierung refinanziert, oder hat sich gar das Publikum geändert? Hoffen wir das beste!

Ekelhafte Thunderdome-Techno-Scheiße

Nachdem ich gestern das Vergessen meines Fotoapparates beklagen musste, war ich heute noch viel betrübter, als ich feststellte, dass ich mein Maschinengewehr zuhause gelassen hatte. Hätte ich es doch so sehr gebraucht. Als ich gerade an der Havel mit dem Hund spazieren war, bemerkte ich schon von weitem, das sich nähernde Motorboot. Zunächst dachte ich es sei der laute Motor, der wummernder Weise alle Wasservögel aus dem Wasser jagte. War er aber nicht, der Außenborder war nämlich verhältnismäßig leise. Was mir da so entgegenschlug war grauenhafte Thunderdome-Techno-Scheiße, in einer Lautstärke bei der jeder Taubstumme aufgeschreckt wär. Ist ja wohl klar, dass ich da spontan Gewaltfantasien bekam.

Die Bäckerstraße schlägt zurück

Erst gestern Abend konnte ich beobachten, wie nacheinander zwei tiefergelegte VW Golf das unbarmherzige Kopfsteinpflaster der Bäckerstraße küssen mussten. Bei dem einen muss sogar ein kleiner Schaden entstanden sein. Jedenfalls hat die Schürze beim aufsetzten Funken geschlagen. Das war ein herrliches Schauspiel. Wunderbar farbenfroh! Nicht weniger herrlich war das traurige Gesicht das der Pilot machte als er den Bug seines getunten Hirnersatzes begutachtete. Heidewitzka tat der mir leid. Der arme Irre. Sein ganzes Geld hat er für so eine straßenuntaugliche Fehlkonstruktion ausgegeben. Da hätte er doch bestimmt ein vernünftiges Auto für bekommen.

Moriarty ärgert sich

Telefon

So, folgender Text wird vor Kraft- und Fäkalausdrücken nur so strotzen. Besser ihr sperrt schon mal die Kinder in den Schrank:

Die erste Angriffswelle richtet sich gegen die Scheiß-Arschloch-Telekom. Nur weil ich auch die zweite Mahnung missachtet habe, haben die mir einfach die von meinem Anschluss ausgehende Anrufe gesperrt. Diese verdammten Schweine, was ist wenn ich beim Fensterputzen von der Leiter falle und mir dann beide Beine und vielleicht sogar den Penis breche. Wie besorge ich mir dann einen Krankenwagen? Soll ich zu den Nachbarn kriechen? Mit einer Penisfraktur? Wie stellen die sich das vor? Vermutlich gar nicht, dass ist den Imperialisten nämlich egal! Und weil denen das so egal ist, mir aber die Vorstellung mit gebrochenem Geschlechtsteil irgendwo hinzurobben eine höllische Angst bereitet, habe ich mir überlegt eine Sprache zu sprechen, die von den Säuen verstanden wird. Nämlich die des Geldes. Will heißen, der Moriarty hat bedingungslos, und sofort gezahlt.

Und da kommt auch schon die zweite Angriffswelle. Diesmal ist die Mistaffen-Commerzbank dran. Ihr werdet vermutlich bemerkt haben, dass die Eingangsbeleidigung, mit der ich meine Bank bedacht habe nicht ganz so schlimm war wie die mit der ich die Telekommunikations-motherfucker betitelt habe. Da habt Ihr recht, auf die bin ich nämlich nur halb so sauer. Zum Aufregen reicht es aber dennoch. Haben die doch dreisterweise ihre Mittagspause gerade zu der Zeit als ich völlig durchgeschwitzt in ihrer Filiale aufschlage. Ganze 45 Minuten musste ich mir nun die Zeit vertreiben, bis die feinen Damen zu Ende gespeist hatten. Gern wäre ich wieder abgehauen, jedoch war mein Anliegen zu wichtig und duldete keinen Aufschub. Die Überweisungsträger einfach in den Briefkasten zu stecken, hätte funktioniert, würde aber zu lange dauern, da der höchsten alle zwei Monate von den Bankangestellten geleert wird. Um sicher zu gehen, dass das Geld mindestens nächste Woche bei der Telekom drauf ist, muss ich die Überweisung schon einer der Damen in die Hand drücken, und kurz beschreiben, was sie am besten damit macht. Mit etwas Glück macht sie es dann auch und ich kann im nächsten Jahr wieder telefonieren.

Waldorf und Stadler

Waldorf und Stadler

Kennt ihr Waldorf und Stadler? Das sind die beiden Opas aus der Muppet-Show. Meistens sitzen sie in einer Theater-Loge und ziehen über alles und jeden her. Oben abgebildetes Pärchen hätte Jim Henson bei der Schaffung seiner liebenswerten Figuren sicherlich ein ideales Vorbild abgegeben.
Die beiden Brandenburger Originale, konnte ich gerade durch die Scheibe meines Fensters fotografieren, als sie sich über die Dreistigkeit mancher Autofahrer echauffierten, ihre Autos einfach an der Straße abzustellen. Okay, sicher war da ein Parkverbotsschild, aber den Verkehr haben sie damit nicht wirklich behindert. Egal. Zur Freude der der Opas kam zum Glück auch gleich eine hilfsbereite Mitarbeiterin des Ordnungsamtes. Mit der haben sich Waldorf und Stadler dann spontan solidarisiert und das Verteilen der Strafzettel mit lautem Applaus bedacht. Schön, wieder mal ein spannender Vormittag für die Rentner. Mit ein bisschen Glück, wirft ihnen ein 14-jähriger Prospekteverteiler am Nachmittag noch etwas Werbung in den Briefkasten. Der kann dann richtig zur Sau gemacht werden. Perfekt.

Brandenburg von riesigem Wildschwein verwüstet

Ein Mann geht in das Büro eines zuständigen Ministers, spricht die „ach so schlechten Straßenverhältnisse“ an und verschwindet wieder. Seinen Koffer hat der Baulöwe bei der ganzen Aufregung natürlich beim Minister vergessen. – So könnte die Situation ausgesehen haben, der wir dieses schreckliche Baustellenchaos in Brandenburg/Havel zu verdanken haben. Oder ist es zwingend erforderlich dreimal im Jahr die Brielower oder Rathenower Landstraße aufzureißen? Wahrscheinlich schon. Jene Baufirmenbetreiber die jene Verantwortlichen „überreden“, die Straße zu sanieren sind ja schließlich vom Fach und wissen wovon sie reden. Gern übernehmen sie dann auch die anfallenden Arbeiten.
Das ist jetzt natürlich reine Spekulation. Vermutlich weist die Straße in Wirklichkeit sehr gefährliche Schäden auf, die dringend repariert werden müssen. Oft hört man ja davon, dass sich plötzlich der erodierte Asphalt Schluchten reißend auftut und ganze Schulbusse verschluckt. Oder steckt doch Korruption dahinter?

Radarsmilies

Smilie

Fritzi Bolline hat die Höchstgeschwindigkeitsanzeigesmilies ja schon beschrieben. Hier ist noch mal ein Foto von der Apparatur. Das Lachen oder Schippeziehen ist leider nicht zu erkennen. Erkennen kann ich ebenfalls nicht den Sinn der Anschaffung. Wer an der Ampel seinen Motor aufheulen lässt, wenn eine Oma die Straße überquert, der wird sich auch einen Scheiß aus traurig aus der Wäsche schauende Emoticons machen.

Eine Dachlatte

hätte ich ich gestern gerne bei gehabt. Als ich gerade auf der Jahrtausendbrücke zur Café-Bar lief, kam mir ein Rudel vollgesoffener Mittvierziger entgegen. An und für sich ist das ja gar nicht schlimm. Aber wer Fußballfanmützen in Nationalfarben(deutsch) trägt, den Schlager Michaela lallt und versucht meinen Hund zu begrabbeln, der hat schon etwas Haue verdient.