Kategorie-Archiv: Allgemeines und Sonstiges

CarHifi-Scheiße

In meiner unmittelbaren Nachbarschaft, hab ich den Hauptnerv unserer fetzigen Gesellschaft ausmachen können. Einen Car-Hifi-Laden. Die gottverdammten Schweine geben sich nicht damit zufrieden ihre ohrenbetäubenden Geräte zu verkaufen, nee nee, einbauen tun sie die Trommelfellfräsen auch noch. Und genau da liegt der Hund begraben. Bevor die hässlichen Sonnenbankfressen mit ihren neuen meist „fetten“ Anlagen wieder losfahren, wird erstmal voll aufgedreht, man will ja schließlich sicher sein, ob man sich das eh schon zurückgebildete Hirn, mit dem gekauften Gerät noch weiter wegschranzen kann. Geht eigentlich immer problemlos, bei dem was da aus den Mebranen geschissen kommt.

Blick von der Jahrtausendbrücke

Schön ne?

Schaut man von der Jahrtausendbrücke sieht man genau das hier, natürlich sieht es besser aus, wenn es nicht so bewölkt ist. Mir ist schon klar, dass der Durchschnittsbrandenburger den Anblick kennt, aber trotzdem fand ich es ganz schön, auch mal das Brandenburg-Blog mit der Aufnahme aufzupeppen.

keep smiling…

Jeden Autofahrer in der Stadt haben sie sicher schon angelächelt – die neuen putzigen Höchstgeschwindigkeitsanzeigesmileys (was für ein Wort…). Was kommt als nächstes? Blinkende Ortseingangsanzeigetafeln: „Willkommen Freund. Du befindest dich vor der Stadt Brandenburg an der Havel. Tritt Dir noch mal die Schuhe ab und dann rein mit Dir!“? Hat die Stadt zu viel Geld??? Oder war da ein edler Spender am Werk?? Hofft da etwa jemand, diese bescheuerten Smileys hätten irgendeinen pädagogischen Wert???? Falls ja, dann muss ich denjenigen – zumindest, was MICH angeht – unheimlich enttäuschen. Seitdem ich mitbekommen habe, dass die Smileys nur so brav grinsen, wenn man sich an die angezeigte Geschwindigkeit hält und bei höherem Tempo ´ne Fresse zieh´n, rase ich geradezu an ihnen vorbei: „Heul doch, Du Sau! Har har har…“

Brandenburger Dialoge Teil I

Hohenstücken. Vorm Minimal. Etwa 30jährige Dauerkampftrinkerin, die jedoch aussieht wie 45 zu ihrem verwirrt wirkenden, hageren Begleiter: „… und da kommt die Kerstin bei mir an und sacht se, ick hätt ihr Bier wegjetrunken! Die spinnt doch, die Alte. Ditt hab ick ihr ooch jesacht… die is doch … nich janz dicht. Wenn die noch eenmal so ne Lügen über mir erzählt, ick hau die ufft Maul, ey…“ – zustimmendes Brummen vom Gegenüber.
Ich vermute, er – nehmen wir an, er heißt Jochen – hat nicht wirklich zugehört. Der Arme scheint mit der Aufgabe, seinen Körper im Gleichgewicht zu halten völlig ausgelastet zu sein. Nein, überlastet, denn jetzt lehnt er nur noch halb liegend, halb stehend an der Wand des mit Graffiti-Kunst verschönerten Gebäudes. Diese Haltung ist wohl bequemer und Jochen beschließt, auch ein paar Worte zur Unterhaltung beizutragen: „Gmussss no naaachaa szuun Berrr…nnnnt“. Was für das ungeübte Ohr wie die sinnlose Aneinanderreihung von Lauten klingt, hat die potenzielle Ufft-Maul-Hauerin, ich nenn sie mal Uschi, aber doch irgendwie verstanden. Jedenfalls fragt Uschi daraufhin interessiert: „Hat der Suff da?“ – „Näääää, da haaa do oooo ja keeeen Kohle.“ Uschi ist sichtlich enttäuscht. Langes Schweigen.
Gerade will ich zu meinem Auto gehen, da kommt die muntere Plauderei der beiden wieder in Gange und ich trödele mit meiner Einkaufstasche unauffällig noch ein bisschen weiter.
„Könn ja ooch ma bei de Kerstin jehn. Die kricht doch immer noch von ihrn Macka watt.“ Schlägt Uschi vor. „´ck deng, mittie Kerschtiiin hasse Ärja?!?“, wendet Jochen ein und ich bin ehrlich überrascht, dass die Reste seines Gehirns offenbar doch eine Information speichern konnten. Dafür kommt nun Uschi nicht mehr ganz mit: „Mitte Kerstin? Nääääää! Wie kommstn uff sowatt. Du tickst ja nicht janz richtig. Wenn de noch eenmal watt schlechtet über de Kerstin saachst – ick hau Dir ufft Maul!“…

Goodbye Fonte!

Also wenn die Havel noch weiter ansteigt, heißt es wohl bald „Goodbye Fonte!“. Für alle die nicht aus Brandenburg kommen: Das Fonte ist ein ziemlich dicht am Wasser gebautes Etablissement, dass wohl bald untergehen wird. Achso Fonte ist natürlich die Kurzform von Fontane – Club. Ihr wisst ja der große Theodor Fontane ( Effi Briest, Wanderungen durch die Mark Brandenburg ) wurde von seinen Kumpels ja auch immer Fonte genannt. Also dann: Schnell austrinken und gen Ausgang paddeln.

Szenen einer Ehe

Der Achim trank gern Doppelkorn
Am Besten von Nordhäuser
Das tat er gern der arme Wurm
Wegen seiner Frau dem Scheusal

Wenn Achim von der Arbeit kam
Nach 8 Stunden an der Maschine
Stand sie meist da und schimpfte schon
Laut wie ´ne Schiffsturbine.“

„Achim Du Sau wie rennst du rum?
Dein Gesicht ist ja ganz dreckig!“
„An der Jacke fehlt ein Knopf,
und auch dein Hemd ist speckig!“

„Ich komm von der Arbeit liebster Schatz,
Da macht man sich halt schmutzig!“
„Du liegst ja nur vorm Fernseher,
Das find ich weniger putzig!“

„Doch damit ist Schluss!“ sagt er entschlossen
Und greift in seine Tasche.
Flink holt er eine Granate raus,
Und reißt auch schon ab die Lasche.

Mann hätte es doch bereden können,
Doch zu groß war die Wut.
Hier und da liegen Trümmer rum,
Und überall klebt Blut.

So etwas gibt es nur im Osten!

Wie ich gerade gelesen habe, hat Sonntag früh ein aufgebrachter junger Mann, Mutter und Oma mit einem Fleischklopfer verpocht. Motive seien bislang unklar wird in dem Artikel vorenthalten. Doch gerade die würden mich interessieren. Kann man halt nur abwarten und etwas herumspekulieren. Hab ich auch gemacht, und ich glaube, so hat es sich zugetragen: Also in der Meldung steht Sonntagmorgen. Vermutlich ist es 11 Uhr. Der Sohn wird vom ausbleibenden Bratenduft, den er für gewöhnlich jeden Sonntag, diesmal aber nicht, wittert, geweckt. „Nanu?“ – denkt er sich: „Muddern wollte doch Schnitzel machen, pennt die noch?“ Sofort in Rage über die vermutlich gestrichene Mahlzeit, springt der Junge hoch, rennt in die Küche und dann in die Schlafstub der Mutter: „Haste mal auf´n Tacho jekuckt? Is 11 Uhr durch, was ist mit den Schnitzeln?“ – „Fällt aus! Ich hab Fieber!“ – „Na dir werd ick helfen, dein Sohn hat Hunger und du faulst hier rum!“
Den Rest kann man sich ja denken. Sohnemann wird berechtigterweise immer wütender, und ruckzuck wird der Fleischklopfer zweckentfremdet. Das Oma auch noch eine verpasst kriegt, ist natürlich scheiße, denn die ist ja erst wieder Montag mit kochen dran. Wenn es anders gewesen ist, bitte ich Euch mich davon zu unterrichten.

18 – Jähriger verprügelt Mutter und Oma mit Fleischklopfer

Am Sonntagmorgen schlug ein 18-Jähriger mit einem Fleischklopfer auf seine noch schlafende Mutter ein. Als die, mit in der Wohnung lebende, Großmutter zu Hilfe eilte, wurde auch sie attackiert. Mutter und Großmutter wurden verletzt und mussten ärztlich versorgt werden. Der Sohn konnte auf der Flucht gestellt werden. Sein Motiv ist bislang unklar.

Hallo Brandenburg!

Hallo Brandenburg. Als derjenige, der das Brandenburg-blog mit seinem ersten Eintrag quasi entjungfert, muss ich natürlich der ganzen Welt mitteilen wie wahnsinnig gut das ist, und welche Vorzüge so ein Blog hat. Zum Beispiel kann man da ein Foto reinstellen:
schuh
„Was für eine verranzte Dreckmauke!“ – „Jo, ist meine, bin so arm, heul!“ Wo wir wiederum schon beim nächsten Vorzug des Brandenburg-Blogs angelangt sind: Man kann auf seine persönliche Situation aufmerksam machen. „Hey sei nicht traurig, ich bin auch arm, meine Schuhe muss ich mir aus Milchverpackungen basteln!“ Und mit etwas Glück, sofort Gleichgesinnte kennen lernen. Man muss natürlich nicht immer rumjammern, Glückliche können natürlich auch andere Glückspilze kennen lernen: „Bin reich, juchu!“ – „Geil, ich auch!“. Aber Harmonie fetzt ja auch nicht immer, hat man ja in seiner Beziehung sicherlich zu Genüge. Und insofern soll das Brandenburg-blog auch jenen Stänkerfritzen eine Plattform geben, die gerne mal kontrovers über die Regierung, oder das System diskutieren wollen. Nazis und Rassisten müssen natürlich draußen bleiben, aber das versteht sich ja von selbst. Damit wäre ja die kuschelige Wohlfühlatmosphäre des Brandenburg-blogs sofort dahin.

So na dann mal losgeblogt.