Kategorie-Archiv: Leben und Wohnen

Einladung zum 3. Zimtfest

Samstag 7.November  „3. Zimfest“ in der Alten Reederei
in Fürstenberg, Brandenburger Strasse 38 von 15-18 Uhr …offener Ausklang am Feuer…/ Aufbau und offenes Tor: ab 14 Uhr
Im spätherbstlichen Garten, im gut gewärmten „Wasserhaus“ an der Havel oder am Lagerfeuer gibt es Glühwein, Bücher, Marmeladen und Landprodukte zu kaufen – die beste Chance, sich mit Weihnachtsgeschenken einzudecken. Elke Resnitschek kommt u.a.mit Rhabarberpflanzen und Fruchtaufstrich, Kitty Weitkamp mit Senf und Keramik, Ute Boehm mit Strick – und Seifenwaren, Christine Heymann mit selbstgestrickten Pullovern, Julia hat ihre Bücherecke dabei und natürlich sitzen wir vor allem gemütlich um den Ofen, sicher gibt es auch wieder ein Spinnrad. ( letztes Jahr waren es drei …)
Nach dem Start und Erfolg im letzten Jahr suchen wir das
                       “ Beste Zimtgebäck 2009″: unter den mitgebrachten Bewerbern suchen wir den leckersten Zimtstern – bitte 20 Sterne mitbringen.  Alte Reederei
Brandenburger Strasse 38
16798 Fürstenberg
Email: Reederin@gmx.de

www.fuerstenberger-gartentag.blogspot.com

Leo- Club wählt neues Präsidium und sucht neue Mitglieder

Der Leo-Club Brandenburg hat in der vergangene Woche einen neuen Vorstand gewählt.Als neuer Präsident wurde der 30Jährige Christian Jankowski gewählt der am 01.07. sein Amt antreten wird. Er bedankte sich bei seiner Vorgängerin, Katharina Leipnitz, für ihr Engagement und betonte, dass er im kommenden Amtsjahr die Gewinnung neuer Mitglieder weiterhin als oberste Priorität ansehe. Im vergangenen Jahr konnte der Club 3 neue Mitglieder gewinnen. Des Weiteren wolle er das starke soziale Engagement und die Präsenz der Leos in der Region beibehalten und weiter stärken.An seiner Seite wurden in das Präsidium gewählt: Patricia Genth (Vize-Präsidentin), Dajana Brüning (Sekretärin), Dirk Holz (Schatzmeister), Martin Kolpazik (Activity – Beauftragter).Zum Leo-Club Brandenburg: Leo-Clubs sind die Jugendorganisation von LIONS International und bestehen aus aktiven, jungen Leuten. LEO steht im Englischen für Leadership, Experience, Opportunity — frei übersetzt bedeutet das, Verantwortung zu übernehmen, Erfahrungen zu sammeln und Gelegenheiten für Engagement zu ergreifen. Der Brandenburger Leo-Club besteht aus einer bunt gemischten Gruppe aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen, deren berufliche Beschäftigung vom Schüler über Azubis und Studenten bis zum Berufstätigen reicht. Privat engagieren sie sich alle durch ihre ehrenamtliche Mitarbeit im LEO-Club und bilden eine interessante und gut befreundete Gruppe junger Brandenburger Bürger. Für die nächste Zeit sind wieder zahlreiche Projekte geplant. Zum einen laufen die Vorbereitungen für eine Daueractivity in einem Seniorenheim in der Stadt auf Hochtouren, bei der für die Bewohner ein monatlicher Bingoabend veranstaltet werden soll. Und zum Anderen ist für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei eine große Typisierungsaktion geplant, bei der viele hundert Brandenburger dazu aufgerufen sind sich für diese Datei registrieren zu lassen um eventuell einem Menschen mit einer Spende das Leben zu retten. Diese und viele weitere Ideen sollen in den nächsten Wochen und Monaten, zum Teil mit Unterstützung des Brandenburger Lions-Club, umgesetzt werden. Diese Hilfe erfolgt im Club vor Ort, aber auch auf nationaler und internationaler Ebene. Nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland treffen sich Leos in regelmäßigen Abständen. Einmal im Jahr findet ein Leo-Europa-Forum an wechselnden Orten statt. Dieses Jahr wird es in Bussolengo in Norditalien stattfinden. Dort arbeiten und feiern Leos aus allen europäischen Ländern zusammen und lernen andere Länder und Sitten kennen. Zum Beispiel gibt es jedes Mal eine „Presentation of the Countries“, auf der sich alle teilnehmenden Länder kulinarisch vorstellen. Aber neben diesen europäischen Veranstaltungen gibt es außerdem jedes Jahr die World – Convention, ein weltweites Treffen von Lions und Leos, und das Europa-Forum der Lions, zu dem die Leos stets eingeladen sind. Durch unsere Projekte lernen wir, Verantwortung zu übernehmen und schließen neue Freundschaften direkt vor Ort und in aller Welt. Man trifft viele neue und alte Gesichter und kann so auch bestens seine schon bestehenden Leo-Freundschaften pflegen..Und nun ist der Leo-Club Brandenburg auf der Suche nach neuen Mitstreitern die Spaß daran haben Anderen zu helfen und sich sozial zu engagieren. Mitglied kann jeder werden, der die Zeit und Bereitschaft dazu mitbringt und zwischen 16 und 30 Jahren ist. Da jedes Jahr einige Mitglieder aufgrund von Wohnortwechsel oder beruflicher Veränderungen ausscheiden müssen, sind wir jederzeit offen für neue Mitglieder und freuen uns über jeden motivierten Interessenten. Falls Du weitere Fragen hast, oder als Interessent zu einem unserer Meetings oder Activities kommen möchtest, melde Dich per Mail über unsere Homepage www.leoclub-brandenburg.de. Wir freuen uns auf Dich….

Fonte-Betreiberin wirft Gäste die nicht ins Bild passen raus

Das Fonte und dessen arrogante Betreiberin haben mich wohl vergangenen Donnerstag zum allerletzten Mal in ihren
Räumen trinken sehen. Obschon mir bewußt ist, dass dies der Wirtin an ihrem voluminösen Hinterteil vorbei geht, werde ich mich hiermit öffentlich von diesem Schuppen distanzieren:
Wie jeden zweiten Donnerstag, sind ich und meine Kollegen auch in der vergangenen Woche auf ein paar Biere ins Fonte eingekehrt. Wohlwissend, dass am späteren Abend zum Tanz zu schlechter Musik geladen wurde, nahmen wir uns vor möglichts bis um Zehn bereit für das Bettchen zu sein. Ähnliches nahm sich vermutlich auch jener ältliche Knabe vor, der ebenfalls zur gleichen Zeit ins Fonte einkehrte. Betrachte man die Art sich zu kleiden als Aspekt sozialer Kompetenz, könnte man genannten Gast durchaus als Außenseiter sehen.
Mir liegt das natürlich fern und umso mehr geht mir sein Schicksal nahe. Einigermaßen angetrunken, jedoch völlig entspannt und ruhig saß er da an seinem Tisch und trank Bier. Die anderen Gäste interessierten ihn soweit ich das beobachten konnte überhaupt nicht. Als sich das Fonte dann aber zu füllen begann und immer mehr fetzige Menschen in Outfits der aktuellen Mode hineinströmten, wurde er dann von der Wirtin gebeten zu gehen.
Einigermaßen traurig und entsetzt äußerte er dann uns gegenüber seinen Unmut, konnte er doch nicht verstehen, warum er quasi herausgeworfen wurde. Um geeignete Gründe zu eruieren fragten wir unsererseits die Kellnerin, die an unserem Tisch bediente. Als sie uns einer plausiblen Antwort schuldig blieb, waren wir geneigt zu gehen, und taten dies nach Bezahlung unserer Zeche.
Auf dem Nachhauseweg, wurde uns dann auch bewußt, wie wenig sich andere Gäste für diesen Vorfall interessierten. Wie selbstverständlich ist es geworden, dass Leute ob ihres Aussehens einfach ausgeschlossen werden? Warum zählt Schein mehr als Sein?
Noch im vergangenen Sommer hab ich mich über die gemütliche Terrasse des Fonte gefreut. Diesen Sommer werde ich es wieder vorziehen mit Sternburgbier an der Havel zu sitzen.

Tschuldigung!

Als mir die Fußgängerampel am Park nahe der Walter-Rathenau-Straße auch nach mehrmaligem Drücken, des gelben Schalters partout kein günes Licht geben wollte, bin ich einfach bei Rot gegangen. Auf der anderen Straßenseite angelangt, hab ich dann nochmal gedrückt, und siehe da, scheint wohl nur der eine Schalter defekt gewesen zu sein. Jenem Opelfahrer, dem ich eine unnötige Rotphase beschert habe, und der mir mittels Hupen signalisiert hat, was ich für ein dämliches Arschloch sei, möchte ich hiermit meine Entschuldigung aussprechen.

Alles noch beim Alten

Dass in Brandenburg noch alles steht und auch sonst alles beim Alten ist, habe ich vor ein paar Tagen mehr oder weniger erfreut zur Kenntnis genommen als ich mit meinem Töchterlein von unserem Mädchen-Ostsee-Campingurlaub zurückkam.
Der Homo Brandenburgensis ist mal wieder kräftig am feiern und weil´s so schön ist, gleich dreifach. Da werden Hafen, Höfe und Beachvolleybälle befeiert – gleich mehrere (gute) Gründe, sich zu besaufen. Man fühlt sich gleich wieder zu Hause.

Und auch meine besonders netten Nachbarn, das Ehepaar Geier, (Name geändert) sind noch vorhanden. Klar, wo sollen die auch schon sein. Entführen würde die sicher keiner. Könnt man auch nicht, weil man sich gar nicht anschleichen kann. Offenbar sind die Eheleute nämlich mit Hightech-Überwachungsgeräten ausgestattet, die selbst in Militärkreisen beeindrucken würden. Wie sonst sollten sie zu einem derartigen Erkenntnisstand bezüglich Aufenthaltsorte und Lebensgewohnheiten ihrer Mitmenschen (insbesondere MIR) gelangt sein???
Manchmal bin ich wirklich beeindruckt. Zum Beispiel neulich als mir eröffnet wurde, die Treppe sei bei der Flurreinigung (die wöchentlich wechselnd die verschiedenen Hausbewohner vorzunehmen haben) nicht nur bis zum Erdgeschoss zu reinigen, sondern schließe auch den Kellerabsatz mit ein. Aha. Woher zum Teufel wussten die, dass ich da (aus reiner Unwissenheit) nichts gemacht hatte??? Man muss in diesem Zusammenhang wissen, dass der Flur immer sauber ist. Der Flurdienst macht deswegen auch gar keinen Spaß. Da fegt man so vor sich hin und was hat man am Ende auf der Müllschaufel? Nichts. Gar nichts. Vielleicht Mikropartikel, die man mit dem bloßen Auge nicht erkennt. So etwas in der Art muss das sein und Geiers nehmen nach meinen Reinigungsaktionen Proben von allen Treppenstufen und untersuchen mittels Mikroskop, welche Treppenbereiche von mir gereinigt wurden und welche ich ungehörigerweise vergessen habe. Anders kann ich mir das nicht vorstellen. Naja, wem´s Spaß macht…

100 Ritter

So nennt sich die Gruppe Archäologiestudenten der Humboldt-Universität zu Berlin, die gerade das Grundstück in der Ritterstraße 100, rechts neben dem Altstadt-Pub, durchwühlt. Dabei sollen Strukturen aus dem 13. Jahrhundert frei gelegt werden, um Aufschluss über das Leben in der Altstadt Brandenburgs zu erhalten. So könnte man das wohl formulieren, wenn man den Anschlag, wie ich, nur schlampig überflogen hat.
Ob und was die jungen Forscher bis jetzt gefunden haben, weiß ich leider auch nicht, denn als ich anhub eine Studentin nach dem Stand der Dinge zu fragen, sprang sie schnell wieder ins Loch und tat so als hätte Sie was interessantes entdeckt. Danach sah ich Rauchwolken aufsteigen.
Ich hätte dem Treiben gern noch länger zugeschaut, aber zum einen stank es hinter dem Bauzaun gewaltig nach Urin und zum anderen näherte sich meine Straßenbahn.
So bald ich wieder in der Nähe bin werde ich mal so was von investigativ recherchieren, was die da machen und wie die Ergebnisse ausschauen, dass kein Auge trocken, aber zumindest keine Frage offen bleibt. Versprochen.

Todesfalle Liegerad

Gegen Liegeräder habe ich eigentlich nichts. Jedoch nachdem ich schon dreimal einen Menschen der auf solch einem hippen Gefährt unterwegs war, fast totgefahren hätte, habe ich zumindest Respekt. Nicht etwa vor dem Mut der Fahrer, wohl eher vor so viel tollkühner Doofheit.
Als halbwegs evolutionstauglicher Mensch, würde ich doch wenn ich mich schon ungepanzert in die Nähe fahrender Autos begeben müsste, zumindest dafür sorgen, dass deren Fahrer mich sehen. Jetzt mal ehrlich auf den einzigen Vorteil, im Liegen Strampeln zu können, verzichte ich doch gerne, wenn ich dafür nicht die ständige Angst im Nacken hätte, in der nächsten Sekunde von einem Lkw zermalmt zu werden.
Ich will dem lieben Menschen der am Altsstadtmarkt einen Laden für solche Todesfallen aufgemacht hat ja nicht die Tour vermasseln, aber bitte liebe Leute, fahrt mit dem Bus oder der Bahn, aber niemals mit diesen Höllenrädern! So und jetzt noch Werbung für den Ladenbesitzer: Liegeräder eignen sich ideal als Getränkekistenhalter oder Blumenbänke. Aber niemals um im Straßenverkehr damit zu fahren!!!

Alles zugeschissen

Als Hundebesitzer weiß ich, dass Hunde ihren Schiss, nach Möglichkeit an viel frequentierten Plätzen absetzen. Kann ich verstehen, würde ich genauso machen. Jedoch kann ich wiederum auch die Menschen verstehen, die sich über die wohlplatzierte Scheiße aufregen. Muss ja auch nicht sein. Als kompromissbereites Herrchen oder Frauchen kann man das Malheur mit Hilfe eines Plastiktütchens aufheben ohne sich die Fingernägel zu ruinieren.
Genau dieser Vorgang ist in dem pittoresken Altstadtgässchen, das auf den urbanen Namen „Kommunikation“ hört, viel zu selten zu beobachten. Dabei ist es gerade in der engen Gasse besonders notwendig. Sieht man doch sonst als Fußgänger aus wie ein Zwangsneurotiker der nicht auf die Ritzen zwischen den Pflastersteinen treten kann, dabei weicht man doch nur den Tretminen aus. Auch unangenehm ist der erbärmliche Gestank, der besonders während der heißen Tage, den Bummel durch die Altstadt zur Qual macht.
Also liebe Hundebesitzer, einfach mal den Dreck wegmachen.

By the way:

Das wichtigste an einem Umzug ist nicht etwa der ganze lächerliche Besitz der von der alten Bude subtrahiert, in die neu gebracht wird. Viel wichtiger ist es nämlich sich beim Einwohnermeldeamt umzumelden. Das Schweinesystem will schließlich immer wissen wo man wohnt. Um sicherzugehen dass auch jeder Bürger fleißig angibt wo er gerade Bett und Glotze aufgestellt hat, wurde der Melde-Verzug nämlich unter Strafe gestellt. Und was tut der armen, um ihre Existenz ringenden, Sau am meisten weh? Richtig: Geldbußen! Wie mir gerade von so einer Beamtenkuh eröffnet wurde, muss man bei 2 Monaten heimlich wohnen etwa 100 Euro in die Stadtkasse stecken. Ist das nicht ein feiner Staat. Wo sind Baader und Ensslin wenn man sie braucht?

Glockenalarm

Geweckt wurde ich heute morgen mit ausgedehntem Glockengeläut. „Waaas, schon 53 Uhr?“, sprang ich panisch aus dem Bett, hatte ich doch um 12 Uhr einen Termin. „Beruhig dich!“, beruhigte mich meine Freundin, „es ist halb Zehn, die läuten nur zum Gottesdienst!“ Krass, wie energisch die versuchen ihre Herde in die Kirche zu treiben. Hat aber nich ganz funktioniert. Jenes Schäfchen, dass am ehesten um Absolution hätte beten müssen, hat sich noch mal umgedreht, und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Gute Nacht.

Mein Leben mit Waldorf und Stadler oder Bei meinem Nachbarn klappert´s oben.

Dean Moriarty hat sie ja freundlicherweise schon vorgestellt: Waldorf und Stadler… wobei die sicher auch schon vorher jeder kannte – sind sie doch überall und zahlreich im schönen Havelstädtchen anzutreffen. Am liebsten treten Waldorfs und Stadlers zu Klumpen geballt auf – in den beliebten Angel- oder Kleingartenvereinen, die so verheißungsvolle Namen wie „Erdenglück“ oder „Erholung e.V.“ tragen.
Wer sich fragt, wo die beiden wohnen, dem sei gesagt: bei MIR!
Ich bin ja gerade umgezogen und da ich möglichst viele Zimmer für möglichst wenig Geld benötigte, musste ich eben das nehmen, was ich nun mein neues zu Hause nenne… (mir stehen bei dem Gedanken gerade schon wieder die Tränen in den Augen…)
Ich wohne im Erdgeschoss. Neben mir und über mir, darüber ebenfalls und auch im vierten Stock wohnen überall Waldorf und Stadler. Ein Glück hört das Haus nach dem vierten Stock auf. Die Eingangstür wird jeden Abend ab um Neun abgeschlossen. Zweimal natürlich. Sicher ist sicher und man kann nie wissen und Ordnung muss sein. Hm.
Herrn Waldorf1 habe ich schon zwei Tage nach der Wohnungsübergabe kennen gelernt.
Als ich voll bepackt mit Farbeimern und Kartons meine verhasste neue Wohnung aufschließen wollte, bemerkte ich eine halbe Treppe höher einen Menschen, der sich mir als schräg über mir wohnender Mitmieter offenbarte. Ob ich denn die neue Mieterin sei, die jetzt da unten einzieht, wollte er wissen. Ich bejahte und er fuhr fort: „naja, achso, das ist ja schön, ja, aber wissen se – e i n Problem habe ich…“ (Das glaube ich gern. Wer mit einem weißen Rippenhemd bekleidet, das in einer bis an die Brust gezogenen Hose mit Bügelfalten steckt, im Hausflur neuen Mietern auflauert, hat definitiv ein Problem. Und mit Sicherheit nicht nur eines.) „… Sie schmeißen die Tür immer so zu!“ meckerte er jetzt los. „Könn´se die nicht mal n bisschen leiser zu machen? Wissen se, bei mir klappert´s dann oben richtig…“ Dass bei ihm oben was klappert, kann ich mir gut vorstellen. Dass jemanden das Geräusch einer sich schließenden Tür stört, der direkt an einer vierspurigen Straße wohnt, von der so ein Lärm herkommt, dass man tagsüber nicht das Fenster aufmachen kann, dagegen nicht.
Ich bin ein netter Mensch und auch ziemlich hilfsbereit. Ich mache meinen Mitmenschen gerne eine Freude. Deshalb mache ich jetzt öfter mal Krach. Ich singe laut, springe von der Stehleiter, schmeiße die Tür zu oder werfe Topfdeckel auf den Küchenboden. Wenn mir gar nichts besseres einfällt, dreh ich einfach mal die Musik lauter. Und spätestens zu Weihnachten kaufe ich meiner zweijährigen Tochter ein Schlagzeug. Oder ne Trompete. Nicht, weil ich Lärm mag oder mir das alles Spaß machen würde– nein, um Himmelswillen – nur aus Rücksicht auf meine Mitmenschen. Wär´ doch schlimm, wenn die Waldorfs und die Stadlers nichts zum Aufregen hätten… Kann man doch nicht machen…
So viel dazu. Mein Haus. Mein Auto. Mein Boot. Meine Schlussfolgerung: ich werde nicht zu Klassentreffen gehen und ein Boot schaffe ich mir lieber gar nicht erst an…

Hugo hat es schon wieder getan…

Als ich letzten Freitag die Kurstraße entlang fuhr und schließlich an der Stelle vorbeikam, an der ich schon neulich liegen geblieben bin, dachte ich noch so „Hugo, mach bloß kein´ Scheiß heute. Da standen wir letztes Mal – wegen DIR!“ Hugo hört´s und antwortete mit plötzlich aufsteigendem stinkendem weißen Qualm, der unter der Motorhaube hervorquoll.
Bevor die Kiste in die Luft fliegt wollte ich nur noch schnell an die Seite fahren als plötzlich ein vor mir fahrender älterer Mitbürger den Rückwärtsgang einlegte und ich das Ende eines silbernen Autos auf den Anfang meines qualmenden Hugos zurasen sehe… „Neeeeeeeee, das nich auch noch!“ schoss es mir durch den Kopf in der Millisekunde bevor es Krawummmm machte. Erschrocken entfernte sich das silberne Ende wieder von Hugo, so dass ich jetzt endlich an den Rand fahren konnte. Gelassen wartete ich, dass Hugo aufhört mir mit seinem stinkenden Qualm die Luft zu verpesten. Da kam der Fahrer des silbernen Wagens auf mich zu: „Haben Sie mich denn nicht gesehen?“ fragte er vorwurfsvoll und meine Gelassenheit verflüchtigte sich ruckartig. „Klar hab ich Sie gesehen… Sie kamen ja auch direkt auf mich zu!…“. Mein Gegenüber durchwühlte sein Gehirn nach passenden Erinnerungsfetzen und wurde offenbar fündig, denn plötzlich wurde er sehr reumütig und freundlich. Meine Gelassenheit kehrte auch gleich zurück. Jetzt starrte er auf meine immer noch leicht dampfende Motorhaube – „Achherrjeee! Ist das jetzt eben passiert? Bei mir am Auto war doch nicht mal ein Kratzer zu sehen! Das versteh ich gar nicht… achherrjeeeeh…“ Der Mann war jetzt völlig aufgelöst. „Ich hoffe, Sie sind gut versichert! Den Schaden müssen Sie mir natürlich ersetzen! War doch gerade alles neu gemacht… das wird teuer…“ – hätte ein Arsch an dieser Stelle gesagt. „Machen Sie sich mal keine Sorgen, dafür können Sie nichts. Das war schon vorher… sicher was am Kühler…“ hörte ich meine Stimme.

Neuester Streich von Christo

Marienwarte

Endlich hat sich mal einer der Marienwarte angenommen, und das hässliche Ding eingepackt. War ja nicht auszuhalten der ekelhafte Anblick. Ich könnte heute noch kotzen, wenn ich bloß daran denke. Pfui Deibel.

Obwohl ganz so schlimm war der Turm ja gar nicht. Tschuldigung! Schön, dass Du saniert wirst! Küsschen!

Doofer Sprayer

Graffiti

Also über Graffiti kann man ja nun wirklich streiten. Für den einen ist das urbane Kunst, für den anderen wiederum fällt so etwas unter Vandalismus. Gut gemachte Arbeiten, wenn auch illegal, können meiner meiner Meinung nach das Stadtbild verschönern. Solche Schmierereien (Foto) zähle ich allerdings eher zu präpubertärer Zerstörungswut. Ich bin weiß Gott nicht konservativ, aber dennoch frage ich mich immer wieder was so eine Scheiße soll! Wenn ich irgendwann mal so einen Scheißer unter meinem Fenster erwischen sollte, dann tätowiere ich ihm „Bitch“ auf die Stirn. Damit er sich ganz nebenbei auch noch die richtige Schreibweise einprägt – in dem Falle eingeprägt bekommt.

Meinen Vermieter die Sau…

… kenn ich ja noch von dem Tag als er mir mit blitzenden Augen den unterschriebenen Mietvertrag gierig aus den Händen riss und die Schlüssel vor die Füße warf. „Die kaputten Fliesen über dem Klo, werden noch diese Woche ausgetauscht.“ Wo nun schon zwei Monate vergangen sind, kann ich resümieren, das sich diesbezüglich nichts getan hat. Was er aber voller Eifer kann, ist Mahnungen schreiben. Nicht dass ich nicht zahle, ich zahle nämlich wirklich fristgerecht. Aber (nun schon zum zweiten mal) immer einen Tag vor dem Tag an dem das Geld bei ihm eingegangen sein müsste, ist bei mir ne Mahnung im Briefkasten.
Was muss ich für einen Eindruck auf den Mann gemacht haben? Ist mir auch egal, nächstesmal geb ich ihm einen Grund zum mahnen. Stichwort: Wiederaneignung!

In die Tasche gekackt

Ein Osterei der ekligen Art bekam mein Kumpel gelegt. Eine Straßenkatze, der er des Öfteren Asyl in seinem WG-Zimmer gewährt hatte, kackte ihm in seine Reisetasche, die mit frischer Wäsche gefüllt, neben seinem Bett stand. Wie er später bemerkte hat sie ihm auch noch unter seinem Schreibtisch eine kleine Überraschung versteckt.